Politik

Nachfolger steht fest Bouffier kündigt Rückzug für Ende Mai an

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Dienstältester Ministerpräsident Deutschlands: Volker Bouffier.

(Foto: dpa)

Seit 2010 ist Volker Bouffier Ministerpräsident von Hessen. Doch noch in diesem Jahr tritt er von dem Amt zurück: Ende Mai, wie er ankündigt. Berichte über seinen Nachfolger bestätigt er nun.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier wird sein Amt Ende Mai abgeben. Das kündigte der 70-Jährige in Fulda an. Die Entscheidung dazu sei bereits im Juli 2021 gefallen, sagte der CDU-Politiker. Sein Nachfolger als Ministerpräsident soll der hessische Landtagspräsident Boris Rhein werden. Er soll zudem auch den Landesvorsitz der Partei übernehmen, sagte Bouffier am Rande der Klausurtagung des hessischen Landesverbands in Fulda. Bouffier ist der derzeit dienstälteste Ministerpräsident in Deutschland. Seit fast zwölf Jahren führt er als Regierungschef die Landesregierung in Hessen an.

Der 50-jährige Rhein war zwischen 2014 und 2019 Minister für Wissenschaft und Kunst, davor war er vier Jahre Innenminister. Der hessische Landtag wird voraussichtlich im Herbst 2023 neu gewählt. Derzeit regiert die CDU zusammen mit den Grünen. Die CDU Hessen und die CDU-Landtagsfraktion trafen sich in der osthessischen Stadt Fulda zu ihrer Jahresklausur.

Vom Hardliner zum Vermittler

Anfang Juli soll zudem auf einem Landesparteitag turnusgemäß der Vorstand der hessischen CDU neu gewählt werden. Bislang galt als ausgemacht, dass die Ämter des Parteichefs und des Ministerpräsidenten oder CDU-Spitzenkandidaten für eine Landtagswahl in einer Hand liegen.

Bouffier war nach dem Rückzug von Ministerpräsident Roland Koch aus der Politik im Jahr 2010 in die hessische Staatskanzlei eingezogen. Im selben Jahr wurde er CDU-Landeschef und Bundesvize seiner Partei. Bouffier war zuvor hessischer Innenminister gewesen, er galt lange als Hardliner. Inzwischen hat er sich aber in seiner Rolle als Landesvater zum Vermittler und Zuhörer gewandelt.

Die schwarz-grüne Koalition in Hessen, die erste Zusammenarbeit von CDU und Grünen in einem deutschen Flächenland, gilt als seine Erfindung. Nach einer überstandenen Krebserkrankung ist der 70-Jährige zwar deutlich schmaler geworden. An Energie und Durchsetzungsfähigkeit hat er jedoch keinesfalls verloren. Gerade in der Corona-Pandemie mit den unzähligen Bund-Länder-Beratungen und Debatten im hessischen Landtag präsentierte sich der Regierungschef unermüdlich. Zuletzt hatte er nicht mehr als Bundesvize für die CDU kandidiert.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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