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"Um ein Vielfaches" stärker Bundesamt registriert Explosion in Korea

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In Japan sind die Ausschläge der Seismographen natürlich höher - aber selbst in Deutschland wird die Explosion registriert.

(Foto: REUTERS)

Die Erschütterungen eines Bombentests in Nordkorea sind auch in Mitteleuropa zu spüren. Eine Messstation in Bayern registriert sie Minuten nach der Explosion. Demnach war die Sprengkraft jedoch weit höher als bei bisherigen Tests.

Der mutmaßliche Test einer Wasserstoffbombe in Nordkorea ist auch in Deutschland registriert worden. In der Messstation GERES im Bayerischen Wald seien elf Minuten und 36 Sekunden nach der Explosion seismische Signale der Explosion auf dem 8200 Kilometer entfernten nordkoreanischen Testgelände registriert worden, teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover mit.

Das Epizentrum stimme mit den bisherigen Kernwaffentests Nordkoreas überein und könne dem nordkoreanischen Testgelände zugeordnet werden, hieß es. Wie das BGR mitteilte, war im Vergleich zu den vorherigen Atomwaffentests Nordkoreas bei der aktuellen Explosion eine erhebliche Steigerung festzustellen. Bei den bisherigen fünf Tests in den Jahren 2006, 2009, 2013 und 2016 seien Magnituden zwischen 4,1 und 5,3 registriert worden. Bei der aktuellen Explosion sei es eine Magnitude von 6,1 gewesen.

Während die Sprengkraft der Tests von 2013 und 2016 demnach im Bereich von 10 bis 25 Kilotonnen TNT-Äquivalent gelegen habe, seien es nun nach ersten Schätzungen wenige hundert Kilotonnen TNT-Äquivalent gewesen. Die Explosion sei somit "um ein Vielfaches" stärker als die bisherigen Nukleartests Nordkoreas. Die norwegische Bebenwarte sprach von einem TNT-Äquivalent von 120 Kilotonnen.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP/dpa

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