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Sicherheitslage neu bewertet Bundespolizei stellt Afghanistan-Mission ein

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NATO-Soldaten untersuchen den Tatort eines Selbstmordanschlags. Die Sicherheitslage in Kabul ist angespannt.

(Foto: REUTERS)

Nach einem Anschlag im Osten Kabuls will das Bundesinnenministerium die Sicherheitslage der afghanischen Hauptstadt neu bewerten. Vorerst räumt die Bundespolizei ihr Büro. Auch das Ausbildungsprojekt für die afghanische Polizei ruht.

Die Bundespolizei hat einem Bericht des "Spiegel" zufolge ihre Arbeit in Afghanistan vorerst eingestellt. Ein Großteil der deutschen Polizisten sei außer Landes oder nach Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans gebracht worden, berichtet das Nachrichtenmagazin ohne nähere Quellenangaben in seiner jüngsten Ausgabe. In Kabul seien nur noch wenige Bundespolizisten in einem Militärcamp am Flughafen untergebracht. Das deutsche Ausbildungsprojekt für die afghanische Polizei ruhe.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte dem "Spiegel", dass die Bundespolizei ihr Büro nach einem Anschlag in der Hauptstadt Kabul geräumt habe. Die Sicherheitslage werde derzeit neu bewertet. Die "Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den afghanischen Sicherheitsbehörden" werde geprüft.

Die radikalislamischen Taliban hatten am Montag vor einer Woche einen Anschlag auf das sogenannte Green Village im Osten Kabuls verübt, in dem Hilfsorganisationen und internationale Organisationen ansässig sind. Neben der Bundespolizei hat dort auch die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ihre Büros. Bei dem Anschlag wurden mindestens 16 Menschen getötet und 119 weitere verletzt.

Quelle: n-tv.de, ibu/AFP

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