Politik

Einwanderungspolitik mangelhaft Bush kritisiert Republikanische Partei scharf

Der frühere US-Präsident George Bush setzt sich für eine Reform des Einwanderungssystems der USA ein.

Der frühere US-Präsident George Bush setzt sich für eine Reform des Einwanderungssystems der USA ein.

(Foto: picture alliance / abaca)

Schon zu Trump-Zeiten sparte der Ex-US-Präsident und bekannte Republikaner George W. Bush nicht mit Kritik gegenüber der Partei. Nun gibt er ihnen ein vernichtendes Zeugnis. Vor allem beim Thema Einwanderung. Er selbst plädiert für eine Reform der Migrationspolitik und wählt ein besonderes Mittel dazu.

Der frühere republikanische US-Präsident George W. Bush hat seine Partei scharf kritisiert. Dem Fernsehsender NBC sagte Bush mit Blick auf den aktuellen Zustand der Republikanischen Partei: "Ich würde sie als isolationistisch, protektionistisch und zu einem gewissen Grad als nativistisch beschreiben." Unter Nativismus versteht man kurz gefasst den politischen Kampf der in einem Land Geborenen gegen Zuwanderer.

Auf die Frage, ob er enttäuscht von seiner Partei sei, ergänzte Bush, dies sei nicht gerade seine Vision für die Republikaner. Bush kritisierte auch Bestrebungen, Menschen mit Blick auf das Thema Migrationspolitik Angst zu machen. Es sei leicht, einen Teil der Wähler auf diese Weise zu erschrecken.

Der 74-jährige Texaner hat sich erst kürzlich für eine menschlichere Einwanderungspolitik ausgesprochen. Bush, der mittlerweile als Maler von sich Reden macht, hat ein Buch mit dem Titel "Out of many, one" (übersetzt etwa "Eine/r von vielen") veröffentlicht. Darin hat er Zuwanderinnen und Zuwanderer porträtiert. In der "Washington Post" schreibt er zu seinem Buchprojekt: "Ich hoffe, dass diese Gesichter und ihre Geschichten als eine Erinnerung dafür dienen, dass Einwanderung nicht nur ein Teil unserer Geschichte und unseres Erbes ist. Neue Amerikaner sind heute genauso eine Kraft für Gutes, mit ihrer Energie, ihrem Idealismus und ihrer Liebe für das Land, so wie sie es immer waren".

Die Republikanische Partei ist in den Jahren unter dem früheren Präsidenten Donald Trump deutlich nach rechts gerückt. Trump hatte gerade in der Migrationspolitik einen harten Kurs eingeschlagen. Bush hatte bereits in der Vergangenheit Missstände der Politik in der Ära von Trump angeprangert und sich etwa scharf gegen Isolationismus, Nationalismus und Lügen gewandt - ohne aber Trump direkt anzugehen. Bush erwähnte Trump auch diesmal nicht.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

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