Politik

Parteitag bestimmt Nachfolger CDU-Generalsekretär will Amt niederlegen

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Noch amtierender CDU-Generalsekretär Peter Tauber.

(Foto: dpa)

Die CDU muss einen neuen Generalsekretär finden: Peter Tauber will sich nach Informationen aus Parteikreisen aus dem Amt zurückziehen. Grund für Taubers Rückzug könnte sein gesundheitlicher Zustand sein.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber will sich von seinem Amt zurückziehen. Das meldet die Deutschen Presse-Agentur und beruft sich auf Parteikreise. Der 43-Jährige wolle seinen Rückzug bereits an diesem Montag in den Spitzengremien erklären.

Ein Nachfolger soll auf dem Parteitag am 26. Februar gewählt werden. Als möglicher Kandidat für das Amt des CDU-Generalsekretärs wurde in der Vergangenheit immer wieder Jens Spahn gehandelt.

Tauber war zuletzt längere Zeit erkrankt gewesen und hatte an den Koalitionsverhandlungen mit der SPD nicht teilgenommen. Bereits bei den Sondierungen über ein Jamaika-Bündnis war er nur selten zu sehen gewesen. Tauber hatte das Amt des CDU-Generalsekretärs 2013 übernommen. Der CDU-Politiker aus Hessen sitzt zudem seit 2009 im Bundestag. 

Der 43-Jährige war in der Partei seit längerem umstritten. Im Frühjahr 2017 hatte Parteichefin Angela Merkel Kanzleramtsminister Peter Altmaier damit beauftragt, das Wahlprogramm zu schreiben. Von vielen wurde das als Misstrauensvotum der Parteichefin gegenüber Tauber verstanden.

Komplikationen nach Darm-OP

Wegen gefährlicher Komplikationen nach einer geplanten Darmoperation musste sich Tauber im Januar einer weiteren Not-OP unterziehen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, verbrachte der 43-Jährige nach dem Eingriff zwölf Tage auf der Intensivstation.

"Das war eine extrem harte Zeit", sagte Tauber der Zeitung. Was ihm geholfen habe: "Die fachlich und menschlich tolle Begleitung durch Ärzte und Pfleger im Bundeswehrkrankenhaus, die vielen guten Wünsche und Nachrichten, und mein Glaube an Gott." Es gehe ihm deutlich besser, "aber ich werde noch einige Zeit brauchen, um wieder vollständig gesund zu werden". Im Anschluss an die Operation hatte Tauber eine mehrwöchige Reha geplant.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa/AFP

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