Politik

Eingliederung ins Arbeitsleben CDU-Politiker: Arbeitslose sollen Müll sammeln

Müll liegt auf der Straße. Foto: Ian West/PA Wire/dpa/Symbolbild

Langzeitarbeitslose könnten "wieder in ein normales Arbeitsleben zurückkehren", sagte auch der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger.

(Foto: Ian West/PA Wire/dpa/Symbolbild)

Führende Unionspolitiker fordern, Langzeitarbeitslose zum Laubfegen oder Müllsammeln zu verpflichten. "Fördern und Fordern" sei der richtige Ansatz, sagt der CDU-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt. Hamburgs CDU-Chef Ploß verweist auf einen Gesetzentwurf aus Dänemark.

Politiker von CDU, CSU und Freien Wählern wollen Langzeitarbeitslose zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten. Ihm schwebe eine solche Regelung für Menschen vor, "die Leistungen vom Staat erhalten und nicht bereit sind, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren", sagte der CDU-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, der "Bild"-Zeitung. Demnach könnten die Arbeitslosen etwa Laub fegen oder Müll sammeln. "Fördern und Fordern ist der richtige Ansatz, den wir auch in Deutschland weiter ausbauen müssen", sagte Schulze demnach.

Dabei gehe es vor allem darum, "die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in das Arbeitsleben zu erleichtern", sagte Berlins CDU-Fraktionschef Burkard Dregger dem Blatt. Zuspruch dazu kam vom Vorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger: Viele Langzeitarbeitslose könnten "wieder in ein normales Arbeitsleben zurückkehren, wenn sie gezielt über gemeinnützige Arbeit für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht werden".

Der CSU-Innenexperte Michael Kuffer erhofft sich für die Arbeitslosen "Wertschätzung und eine persönliche Beziehung zu unserem Gemeinwesen". Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß verwies laut "Bild"-Zeitung auf einen Gesetzesentwurf aus Dänemark, wo die Regierung mit einer Pflicht zum Arbeiten die Integration von Einwanderern forcieren will.

Quelle: ntv.de, mbe/AFP

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