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Beschlussvorlage für Parteitag CDU-Spitze will die EEG-Umlage abschaffen

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Wende bei der Energiewende: Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten in Europa. Die CDU will deshalb die EEG-Umlage reformieren.

(Foto: imago/Future Image)

Für ihr zögerliches Klimapaket ist die Union gescholten worden. Doch die CDU hat auch radikale Pläne: Ein Papier der Partei-Spitze stellt die komplette EEG-Umlage auf den Prüfstand. Die bisherige Förderung der Erneuerbaren Energien sorgt nämlich dafür, dass in Deutschland der Strompreis konkurrenzlos hoch ist.

Die CDU denkt an ein radikales Umsteuern in der Klimaschutz- und Energiepolitik. Nach der Einführung eines CO2-Preises auch für die Bereiche Verkehr und Gebäude will die CDU-Spitze eine Abschaffung der bisherigen Förderung der Erneuerbaren Energien in Angriff nehmen. "Die Ausbildung der Bepreisung durch den Emissionshandel im Verkehr und Gebäudebereich wollen wir durch einen verbindlichen und unbürokratischen Entlastungspfad im Bereich der EEG-Umlage und der Stromsteuer begleiten", heißt es in einem Entwurf, den der CDU-Bundesvorstand am Montag beschließen soll.

"Finales Ziel ist es, die EEG-Umlage unter Wahrung von Bestandsschutz ganz abzuschaffen", heißt es weiter. Das 24-seitige Papier zu einer "sozialen Marktwirtschaft von morgen" soll auf dem CDU-Bundesparteitag beschlossen werden. Die CDU pocht beim Klimaschutz außerdem auf eine umfassende Technologieoffenheit. Ziel müsse "einzig und allein die Reduktion von Treibhausgasemissionen als Orientierungsgröße" sein, heißt es in dem Papier. Entscheidend für das künftige Energiesystem solle nicht mehr das "Fördern oder Verbannen bestimmter Energieträger oder Technologien" sein.

In dem CDU-Papier werden zudem verstärkte Investitionen gefordert und zugleich das Festhalten an der Schuldenbremse betont. "Dabei steht den dringend notwendigen Investitionen in zentrale Infrastrukturprojekte nicht die Schuldenbremse im Weg", heißt es in dem Papier. "Angesichts der Rekordsteuereinnahmen und stark zurückgegangener Finanzierungslasten für Altschulden fehlt es dem Staat nicht an Geld." Hintergrund ist die Debatte um eine Abkehr von einem ausgeglichenen Haushalt und die Abschaffung der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse. Damit Geld für Investitionen schneller abfließen kann, solle eine Reform des Planungsrechts überprüft werden, heißt es in der Beschlussvorlage weiter.

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Quelle: n-tv.de, mau/rts

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