Politik

"Werte-Union", "Union der Mitte" CDU erkennt Gruppierungen nicht an

Die CDU will als Volkspartei möglichst viele Menschen ansprechen. Deshalb gibt es Organisationen etwa für junge Parteimitglieder, Unternehmer oder Vertriebene. Zwei neuere Parteigruppen werden allerdings nicht offiziell anerkannt.

Die CDU-Spitze will neue Parteigruppierungen wie die "Werte-Union" oder die "Union der Mitte" nicht offiziell anerkennen. Darauf haben sich Präsidium und Vorstand der CDU nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Parteikreisen geeinigt.

Es bestehe Konsens, dass neben den bestehenden Gruppen keine weiteren Gruppierungen offiziell als CDU-Organisationen anerkannt werden sollten, hieß es. Mit diesem Schritt will die Parteispitze offenbar gegen eine Zersplitterung der CDU angehen. Laut CDU-Statut gibt es sieben Bundesvereinigungen, mit denen die christlich-demokratischen Überzeugungen möglichst breit in die Gesellschaft transportiert werden sollen.

Die Organisationen wenden sich speziell an die junge Generation, an Frauen, Arbeitnehmer, Kommunalpolitiker, Unternehmer, an Vertriebene und Flüchtlinge sowie an die Älteren. Außerdem gibt es in der CDU als Sonderorganisationen den Evangelischen Arbeitskreis, den Ring Christlich-Demokratischer Studenten und die Schüler Union.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte Ende Juli angesichts unterschiedlicher Strömungen in ihrer Partei zum Zusammenhalt in der Union aufgerufen. In der Union hatte sich zuletzt die Plattform "Union der Mitte" gegründet. Sie ist eine Mitgliederinitiative aus liberal-konservativen CDU- und CSU-Mitgliedern, die sich insbesondere nach dem jüngsten Asylstreit zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der CSU-Spitze gegen einen angeblichen Rechtsruck der Union wenden.

Daneben gibt es etwa auch die sogenannte Werte-Union, die scharfe Kritik an Merkels Kurs formuliert und eine zu starke Ausrichtung der Partei an der politischen Mitte kritisiert.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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