Politik

Vorreiter in Deutschland? CSU hat erste klimaneutrale Parteizentrale

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Der Schriftzug "CSU Landesleitung" ist an der Parteizentrale zu sehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Thema Klimaneutralität ist die CSU nicht für Pioniertaten oder radikale Einstellungen bekannt. Entgegen dem Klischee schafft die Zentrale der bayerischen Freistaatspartei nun jedoch eine echte Klimaschutz-Premiere - auch wenn diese teils erkauft ist.

Dank zweier CO2-Kompensationsprojekte in Peru und Bayern darf sich die CSU-Landesleitung in München als erste klimaneutrale Parteizentrale in Deutschland bezeichnen. Um die Auszeichnung der Klimaagentur "Climate Partner" zu erhalten, habe die Partei "für einen mittleren vierstelligen Betrag" unter anderem ein Regenwaldschutzprojekt in Peru finanziert, sagte Generalsekretär Markus Blume in München. Zudem seien im Norden Münchens von der CSU 100 Bäume im bayerischen Staatsforst gepflanzt worden.

In Summe sei durch die beiden Maßnahmen die trotz aller Sparmaßnahmen noch vorhandene CO2-Emission von 1053 Tonnen kompensiert worden - rechnerisch notwendig seien 953 Tonnen gewesen. Um das Zertifikat zu erhalten, habe die CSU-Zentrale zudem stetig den eigenen CO2-Ausstoß reduziert - etwa durch den Bezug von Fernwärme und Ökostrom sowie den Einsatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Auch werde bei Reisen immer versucht, Bahnfahrten dem Fliegen vorzuziehen. Insgesamt rechnet Blume für alle Klimaschutzmaßnahmen in der CSU-Zentrale mit Kosten in Höhe eines "fünfstelligen Betrages".

Der "Münchner Merkur" berichtete, auch das Werbe-Sortiment des Shops in der Zentrale sei entsprechend angepasst worden: Statt Plastik-Kugelschreibern und Luftballons gibt es dort nun Einkaufswagenchips aus Birke und Sommerblumensamen.

Quelle: ntv.de, agr/dpa