Politik

Rückzug aus aktiver Politik Cameron verlässt auch das Parlament

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Künftig hat der 49-jährige Cameron noch mehr zeit.

(Foto: dpa)

Unmittelbar nach dem Brexit-Votum der Briten tritt Premier Cameron vom Amt des Regierungschefs zurück. Nun stellt er auch seinen Parlamentsmandat zur Verfügung.

Knapp zwei Monate nach seinem Rücktritt als britischer Premierminister kündigt David Cameron auch seinen Rückzug aus dem Parlament an. Er wolle keine Ablenkung für Amtsinhaberin Theresa May sein, wird er in englischen Medien zitiert. Cameron sitzt für Witney aus der Grafschaft Osfordshire seit 2001 im Parlament. Durch seinen Rückzug wird dort nun eine Nachwahl erforderlich.

"Es ist nicht möglich, als ehemaliger Premierminister ein normaler Hinterbänkler zu sein", sagte Cameron, der von 2010 bis Mitte Juli Chef in Downing Street 10 war, nun aber. Seine weitere Anwesenheit im Unterhaus würde von der Politik der neuen Regierung ablenken. Jetzt müsse er sich ein "Leben außerhalb von Westminister aufbauen", meinte Cameron.

Cameron hatte sein Regierungsamt aufgegeben, nachdem eine Mehrheit der Briten für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union votiert hatte. Cameron war zu diesem Zeitpunkt seit sechs Jahren Regierungschef. Er hoffe, nicht als der Ministerpräsident in Erinnerung zu bleiben, der Großbritannien aus der EU geführt habe. Vielmehr sollten sich die Menschen an die stabile Wirtschaftslage und die wichtige Sozial-Reformen während seiner Amtszeit erinnern. Zudem habe er die Konservativen wieder zu einer "Kraft der Modernisierung" gemacht.

Quelle: ntv.de, jwu