Politik

Bewegung im Atom-Streit China stärkt Iran den Rücken

100522865.jpg

Chinas Außenminister Wang Yi: Iran habe sich ans Atomabkommen gehalten.

(Foto: picture alliance / -/kyodo/dpa)

Erst der überraschende Besuch auf dem G7-Gipfel, nun Rückendeckung aus Peking: Irans Außenminister Sarif kann mit den vergangenen Tagen zufrieden sein. Nun steht Tokio auf seinem Reiseprogramm.

China unterstützt den Iran im Streit mit den USA über das Atom-Programm Teherans. China begrüße, dass der Iran das Atomabkommen "getreu umgesetzt" habe, sagte Chinas Außenminister Wang Yi laut chinesischem Staatsfernsehen bei einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Dschawad Sarif in Peking. Es sollte anerkannt werden, dass sich der Iran an das von den USA aufgekündigte Abkommen gehalten habe. China verstehe, dass der Iran legitime Forderungen habe, so Wang Yi weiter. 

Sarif war nach einem überraschenden Besuch beim Treffen der reichen Industrieländer (G7) weiter nach China gereist. Es stünden "wichtige Tage" bevor, so der iranische Außenminister. Er wolle in China unter anderem eine "Roadmap" präsentieren, um eine "umfassende strategische Partnerschaft" beider Staaten zu verwirklichen. Auch Chinas Neue Seidenstraße sollte in Peking thematisiert werden. Im Anschluss werde er nach Japan und Malaysia weiterreisen, erklärte Sarif. 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war am Sonntagabend mit Sarif in Biarritz zusammengetroffen. Der iranische Außenminister teilte mit Blick auf eine Annäherung mit, das werde ein schwerer Weg. Nach dem Gespräch mit Macron seien Deutschland und Großbritannien informiert worden, erklärte Sarif.

Die Iran-Krise war eines der großen Konfliktthemen des Gipfels der sieben großen Wirtschaftsnationen im französischen Badeort Biarritz. Die USA sehen im Iran einen Feind.

Quelle: ntv.de, bad/dpa