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Tipps für Europa Clinton rät zu Begrenzung der Einwanderung

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KGC-107/STAR MAX/IPx

Für Kanzlerin Merkel hegt sie Bewunderung und doch stimmt sie deren Kurs in Sachen Migration nicht ganz zu. Hillary Clinton glaubt, Europa müsse Einwanderung begrenzen. Diese These begründet sie mit ihrer Niederlage gegen US-Präsident Donald Trump.

Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel gelobt, im Kampf gegen den Rechtspopulismus aber zugleich eine Drosselung der Migration Richtung Europa angemahnt.

"Ich bewundere die sehr edle und mitfühlende Herangehensweise besonders von Führungskräften wie Angela Merkel", sagte die ehemalige demokratische Herausforderin von US-Präsident Donald Trump der britischen Zeitung "The Guardian". Aber Europa habe nun seinen Teil geleistet und müsse deutlich machen, nicht länger Asyl und Hilfe zur Verfügung stellen zu können. Denn wenn man mit dem Migrationsproblem nicht fertig werde, werde es das Gemeinwesen weiter in Aufruhr versetzen.

"Was die Flamme entzündet"

"Ich glaube, dass Europa die Einwanderung in den Griff bekommen muss, weil das das ist, was die Flamme entzündet", sagte sie. Die Migration habe die Wähler wütend gemacht und habe zur Wahl von Donald Trump und auch dem Brexit beigetragen. Die Einwanderer seien als politisches Mittel benutzt worden und als Symbol dafür, was in der Regierung schief gelaufen sei.

Seit 2015 ringen die europäischen Staaten um eine gemeinsame Linie beim Thema Migration. Clintons Worte könnten also Öl ins Feuer der Debatte gießen. Den politischen Akteuren rät Clinton, sich nicht zu sehr auf Identitätspolitik und Rassismus zu fokussieren. Das habe ihr 2016 den Sieg gegen Trump gekostet. Auch beim Brexit habe es sich um das Thema Zuwanderung gedreht. Clinton wertet die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, als "größten Akt nationaler ökonomischer Selbstzerstörung der modernen Geschichte".

Quelle: n-tv.de, ame/dpa

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