"Hätte anders sein sollen"Connemann bedauert Wortwahl bei "Lifestyle-Teilzeit"

Der Wirtschaftsflügel der CDU sorgt mit seinem Vorschlag zur Teilzeit-Reform für Unmut. Auch innerparteilich hagelt es Kritik. Die Vorsitzende Connemann meldet sich nun zu Wort und wünscht sich eine andere Art der Debatte.
Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann, bedauert die Wortwahl eines Antrags zum CDU-Parteitag mit dem Titel "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit". "Die Überschrift unseres Antrags hätte besser eine andere sein sollen, weil dieses Wort eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema Teilzeit ganz offensichtlich erschwert hat. Und das bedaure ich", sagte die CDU-Politikerin dem "Tagesspiegel".
Zugleich betonte Connemann, die auch Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung ist: "Ich wünsche mir, dass wir jenseits ritueller Empörung wieder lernen, ernsthaft über Reformvorschläge zu diskutieren."
Der MIT-Antrag zu einer Reform des Teilzeit-Anspruchs war für den CDU-Parteitag gedacht, der am 20. und 21. Februar in Stuttgart stattfindet. Die Wortwahl hatte auch innerparteilich für Unmut gesorgt. "Dem Politikverständnis der CDU ist es völlig fremd, den Menschen sagen zu wollen, wie sie ihr Leben zu führen haben", sagte Kanzleramtschef Thorsten Frei dem "Tagesspiegel".
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte in der "Rheinischen Post" bereits vergangene Woche kritisiert: "Der Antrag und seine verunglückte Wortwahl gehen am Kern der Debatte vorbei". Der Antrag sollte überarbeitet werden.