Politik

"Thatcherismus auf Drogen" Corbyn attackiert Johnsons Brexit-Plan

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Für die britische Labour um Chef Jeremy Corbyn ist Margaret Thatcher nach wie vor ein rotes Tuch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am 12. Dezember wird in Großbritannien gewählt. Der Wahlkampf ist bereits in vollem Gang, Labour-Chef Corbyn knöpft sich Premierminister Johnson und dessen Brexit-Plan vor und spricht von "Thatcherismus auf Drogen".

Der oppositionelle Labour-Chef Jeremy Corbyn plant, in seiner Wahlkampfrede die Brexit-Politik des Premierministers Boris Johnson scharf zu kritisieren. Die konservative Partei um Johnson werde den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zweckentfremden, um die Wirtschaft zu deregulieren und die Standards vor allem im Gesundheitswesen zu senken, will Corbyn in einer Wahlkampfrede in Harlow am Dienstag laut Auszügen von seinem Büro sagen. Die Konservativen werden "Thatcherismus auf Drogen entfesseln".

Damit bezeichnet Corbyn mit Blick auf die Regierungszeit Margret Thatchers eine rigide Steuersenkungs- und Sparpolitik. Beim "Thatcherismus" steht die Marktwirtschaft mit so wenig staatlicher Einmischung wie möglich im Mittelpunkt - ein schlanker Staat, ein Wohlfahrtsstaat, reduziert auf ein reines Sicherheitsnetz.

Corbyn, dessen Partei in Meinungsumfragen hinter den Konservativen liegt, will betonen, dass Johnsons Regierung den National Health Service (NHS) in jedes Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten nach dem Brexit einbeziehen würde. Johnson hatte wiederholt betont, dass der NHS, den die Wähler als zweitwichtigstes Thema nach dem Brexit bezeichnen, bei keinem Handelsgespräch auf dem Tisch liegen würde. Vergangene Woche wies US-Präsident Donald Trump Labours Behauptungen zurück, dass das NHS zur Disposition stünde und sagte: "Es liegt nicht bei uns, etwas mit ihrem Gesundheitssystem zu tun zu haben."

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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