Politik

Keine Einigung mit May Corbyn bricht Brexit-Gespräche ab

Herber Dämpfer für die britische Premierministerin Theresa May: Nach wochenlangen Gesprächen mit der Regierung erklärt Oppositionschef Corbyn die Verhandlungen im Brexit-Streit für gescheitert.

Im Ringen um einen Kompromiss zum Brexit hat Labour-Chef Jeremy Corbyn die Gespräche mit der Regierung abgebrochen. Die Verhandlungen seien "so weit wie möglich" gegangen. Er glaube nicht, dass es mit der auch innerparteilich angeschlagenen Premierministerin Theresa May zu einer Einigung komme, schrieb Corbyn in einem Brief an die konservative Regierungschefin. "Wir waren nicht in der Lage, gewichtige politische Differenzen zwischen uns zu überbrücken."

Premierministerin Theresa May hatte die Gespräche mit Labour Ende März in die Wege geleitet, nachdem sie mit ihrem mit der EU ausgehandelten Austrittsabkommen zum dritten Mal im Parlament gescheitert war. Sie will das Abkommen nun Anfang Juni über den Umweg eines Gesetzgebungsverfahrens erneut den Abgeordneten vorlegen. Dafür hatte sie auf Unterstützung der Labour-Partei gehofft. Das dürfte nun schwierig werden. Nach Einschätzung der BBC-Journalistin Laura Kuenssberg dürfte die Premierministerin zurücktreten, wenn sie erneut scheitern sollte.

May steht innerhalb ihrer konservativen Partei massiv unter Druck. Am Donnerstag stimmte sie zu - unabhängig vom Erfolg ihres Deals - noch in diesem Sommer den Zeitplan für ihre Nachfolge festzulegen. Als Nachfolger hatte sich am Donnerstag Ex-Außenminister Boris Johnson in Stellung gebracht.

Die Frist für den EU-Austritt wurde bis 31. Oktober verlängert. Eigentlich hätte das Land die Staatengemeinschaft schon am 29. März verlassen sollen.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/AFP

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