Politik

Einsatz noch unklar Covid-19-Heimtests sollen Briten helfen

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Premier Johnson versprach den Briten, dass die Tests massiv ausgeweitet werden sollen.

(Foto: REUTERS)

Millionen von Heimtests auf die Lungenkrankheit Covid-19 hat die britische Regierung geordert. Doch ob sie zum Einsatz kommen, ist noch gar nicht klar. Erst muss noch überprüft werden, wie zuverlässig sie sind. Sie wären vor allem für medizinisches Personal eine große Hilfe.

In Großbritannien könnten sich künftig Millionen von Menschen zu Hause auf die vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 testen. Wie die Zeitung "Guardian" berichtet, stellte dies die Gesundheitsbehörde PHE dem Parlamentsausschuss für Wissenschaft und Technologie in Aussicht. Massentestung sei demnach innerhalb von Tagen möglich. Die britische Regierung dementierte anschließend aber, dass es so schnell gehen könnte.

Die hatte laut Bericht 3,5 Millionen Tests gekauft, die aufzeigen, ob jemand bereits erkrankt war und damit nun als immun angesehen werden könne. Der Kauf von Millionen weiterer Tests sei geplant. Bevor diese eingesetzt würden, müsse man aber erst sicher sein, dass sie auch funktionierten, hieß es von der britischen Regierung. Premier Boris Johnson versprach, die Diagnostik massiv auszuweiten.

Das Präparat, um das es geht, sieht laut "Guardian" aus wie ein Schwangerschaftstest. Man müsse sich damit in den Finger stechen, dann werde der entstehende Blutstropfen analysiert. Ein Ergebnis soll schon in 10 bis 15 Minuten vorliegen. Da dieses Verfahren noch ganz neu sei, sei noch nicht klar, wie zuverlässig es ist. Der Test zeigt aber lediglich, ob jemand Covid-19 bereits gehabt hat, da er Antikörper im Blut nachweist.

*Datenschutz

Wer das Coronavirus in sich trägt, könnte dennoch ein negatives Testergebnis bekommen, wenn noch keine Antikörper gebildet wurden. Insbesondere für medizinisches Personal wäre er aber eine wertvolle Hilfe, heißt es im "Guardian", da so Ärzte und Pflegekräfte schnell erfahren, ob sie die Erkrankung bereits hinter sich haben und somit immun sind. Das könnte Quarantäne-Zeiten verkürzen und so dem dringend benötigten Personal eine schnellere Rückkehr in die Krankenhäuser ermöglichen.

Quelle: ntv.de, vpe