Politik

"Dachte, es wäre ich als Doktor"Trump löscht Bild von sich als Jesus

13.04.2026, 19:59 Uhr
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Auf seinem Social-Media-Portal Truth Social zeigt sich der US-Präsident als Jesus. Wenige Tage nach der Veröffentlichung verschwindet der Beitrag wieder. Trump versucht nun die Darstellung auf krude Weise zu relativieren.

US-Präsident Donald Trump hat ein auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social verbreitetes Bild von sich als Jesus Christus gelöscht. Am Abend war das Bild auf dem Account des US-Präsidenten nicht mehr abrufbar. Trump bestätigte aber, dass er dieses selbst veröffentlicht hatte: "Ich habe es gepostet".

Angeblich hat er selbst nicht erkannt, dass es sich dabei um Jesus-Darstellung handelt. "Ich dachte, es ginge um mich als Arzt und hätte etwas mit dem Roten Kreuz zu tun", so Trump. Er behauptete, dass nur die "Fake News"-Medien auf die Idee kommen könnten, dass dies ihn als Jesus zeigen könnte.

Das offensichtlich KI-generierte Bild zeigt Trump jedoch eindeutig als Christus-ähnliche Figur, die eine kranke Person heilt, indem er dieser die Hand auf die Stirn auflegt. Trumps Hand ist dabei umgeben von einem Lichtschein.

Nach dem Post gab es nicht nur aus den Reihen der Demokraten massive Kritik an Trump. Auch religiöse Gruppen kritisierten die Darstellung. Dem US-Präsidenten wurde unter anderem Blasphemie vorgeworfen.

Trump will sich nicht entschuldigen

Der US-Präsident will sich zudem auch nicht bei Papst Leo XIV. entschuldigen, den er über Social Media am Wochenende massiv angegriffen hatte. "Er liegt falsch", so der US-Präsident über den Papst. Trump bezeichnete das Oberhaupt der katholischen Kirche als "sehr schwach" in Bezug auf das Vorgehen gegen "Kriminalität und andere Dinge". "Papst Leo hat Dinge gesagt, die falsch sind. Er war sehr gegen mein Vorgehen in Bezug auf den Iran, und man kann keinen Iran mit Atomwaffen zulassen", behauptete der Republikaner.

Leo XIV. hatte im Laufe des Tages bereits erklärt, dass er "keine Angst vor der US-Regierung" habe. Es sei seine moralische Pflicht, sich gegen Krieg auszusprechen. Er wolle sich weiter offen zu Themen äußern.

Der Papst hatte Trumps Rhetorik im Krieg gegen den Iran am Samstag als "wahrlich inakzeptabel" kritisiert. Der Papst verurteilte die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im Nahen Osten und sagte, Christen könnten nicht an der Seite jener stehen, die "heute Bomben abwerfen". Vor Gläubigen im Petersdom sagte der Papst: "Genug des Krieges!"

Quelle: ntv.de, lme

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