Politik

Studie der Bertelsmann StiftungDas Ansehen der USA bei EU-Bürgern leidet dramatisch

07.05.2026, 07:01 Uhr
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Aktuell gibt es wieder einmal Zollstreitigkeiten zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Das Agieren der Trump-Regierung sehen viele EU-Bürger äußerst kritisch. Nicht einmal mehr ein Drittel der Menschen in der Europäischen Union halten die USA noch für den wichtigsten Verbündeten. Der Stellenwert anderer Partner steigt hingegen.

Immer mehr EU-Bürger sprechen sich dafür aus, dass der Staatenbund eigenständiger handelt. Das geht aus einer repräsentativen Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die USA und ihre Rolle als wichtigster Verbündeter. In der Studie zeigt sich jedoch trotzdem keine Hinwendung zu China. Stattdessen gewinnen Großbritannien und Kanada an Bedeutung.

73 Prozent der EU-Bürgerinnen und -Bürger sprechen sich demnach inzwischen dafür aus, dass die EU stärker ihren eigenen Weg gehen sollte. Im Jahr 2024 waren es noch 63 Prozent. Besonders starke Zuwächse gibt es bei den älteren Europäern (Menschen ab 56 Jahren): von 60 Prozent auf 75 Prozent.

Das Misstrauen gegenüber den USA wächst derweil. 58 Prozent der EU-Bürger sehen die Vereinigten Staaten nicht als vertrauenswürdigen Partner an. Im vergangenen Jahr waren es 54 Prozent. Gerade mal 31 Prozent halten die USA noch für Europas wichtigsten Verbündeten. Im Jahr 2024 waren es noch 51 Prozent.

An Bedeutung hinzugewonnen haben Großbritannien und Kanada. Der Stellenwert des Vereinigten Königreiches stieg von 13 Prozent auf 24 Prozent, der von Kanada von 7 Prozent auf 13 Prozent. China sehen hingegen nur 9 Prozent der Europäer als den wertvollsten Verbündeten der EU an. 61 Prozent bewerten den globalen Einfluss des Landes negativ.

Quelle: ntv.de, rog

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