Politik

Katastrophale Zustände in Lager Demokraten ermöglichen Hilfe für Migranten

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Anwälte berichten von unhaltbaren Zuständen in dem Auffanglager in Clint nahe der US-mexikanischen Grenze im Bundesstaat Texas.

(Foto: dpa)

Ein Auffanglager für minderjährige Einwanderer in Texas sorgt mit katastrophalen Zuständen für Empörung. Nun beschließt das US-Repräsentantenhaus 4,5 Milliarden Dollar Hilfsgelder für Migrantenkinder an der Grenze zu Mexiko. Doch die Republikaner sind damit nicht einverstanden.

Das US-Repräsentantenhaus hat für die Freigabe von 4,5 Milliarden Dollar (knapp vier Milliarden Euro) an Hilfsgeldern für die Migranten an der Grenze zu Mexiko gestimmt. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte, das Geld solle Essen, Kleidung, Hygieneartikel, eine medizinische Versorgung und Unterkünfte für Migrantenkinder sicherstellen.

Die große Mehrheit der republikanischen Abgeordneten war gegen den Text. Der von den Republikanern von US-Präsident Donald Trump kontrollierte Senat will diese Woche einen eigenen Text zu den Hilfsgeldern vorlegen. Im Repräsentantenhaus haben die oppositionellen Demokraten die Mehrheit.

Mangelnde Hygiene und überfülle Einrichtung

Zuletzt hatten Berichte über katastrophale Zustände in einem Auffanglager für minderjährige Einwanderer in Texas für scharfe Kritik gesorgt. Menschenrechtsaktivisten, Ärzte und Anwälte beklagten unter anderem die mangelnde Hygiene in der überfüllten Einrichtung in dem Ort Clint. Fast 250 Kinder wurden nach den Enthüllungen verlegt, doch mussten rund hundert von ihnen nach Angaben der Grenzschutzbehörde wieder dorthin zurückkehren.

Unbegleitete minderjährige Einwanderer müssen laut US-Gesetz binnen 72 Stunden ihren Eltern oder den zuständigen Gesundheitsbehörden übergeben werden. Doch viele der in Clint untergebrachten Kinder mussten dort offenbar mehrere Wochen ausharren.

Am Dienstag kündigte der kommissarische Chef der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP), John Sanders, nach nur zwei Monaten im Amt seinen Rücktritt an. Nach Informationen der "Washington Post" will US-Präsident Donald Trump den amtierenden Chef der Einwanderungsbehörde ICE, Mark Morgan, zu Sanders Nachfolger ernennen.

Quelle: n-tv.de, aeh/AFP

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