Politik

"Historische" Kandidatin Demokraten stellen Transgender-Frau auf

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Hallquist kandidiert in Vermont für das Gouverneursamt.

(Foto: REUTERS)

Christine Hallquist setzt sich bei den Demokraten als Kandidatin für die Gouverneurswahl im US-Bundesstaat Vermont durch. Es ist das erste Mal, dass dies einer Transgender-Frau gelingt. Nun muss sie sich gegen den republikanischen Amtsinhaber behaupten.

Die Demokraten haben als erste große Partei in den USA eine Transgender-Frau als Kandidatin für einen Gouverneursposten aufgestellt. Die Unternehmerin Christine Hallquist setzte sich bei den Vorwahlen der Partei im Bundesstaat Vermont gegen mehrere Mitbewerber durch und geht damit als Spitzenkandidatin für das Gouverneursamt in die Wahl im November. Verbände, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzen, begrüßten die Nominierung als "historisch".

Vermont ist ein Bundesstaat im Nordosten der USA, der traditionell liberaler und progressiver ist als andere Staaten des Landes. Ein Sieg ist Hallquist jedoch nicht gewiss: Sie tritt gegen den populären republikanischen Amtsinhaber Phil Scott an, dem Demoskopen gute Chancen auf eine Wiederwahl einräumen. Das Amt des Gouverneurs entspricht in etwa dem Amt eines Ministerpräsidenten in einem deutschen Bundesland.

Dem Fernsehsender CNN sagte Hallquist, dass ihr Erfolg auch mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten zu tun habe: "Menschen wie ich, die normalerweise nichts mit Politik zu tun haben, sind gerade überall erfolgreich. Ich denke, so sieht eine gesunde Demokratie aus."

Hallquist war zuvor Chefin des Energieunternehmens Vermont Electricity Coop. Nach eigenen Angaben begann sie 2015 mit der Geschlechtsanpassung. Auf ihrer Wahlkampf-Webseite schreibt sie, dass sie "nach Jahren des Verbergens zu sich selbst gefunden hat - als Transgender-Frau". Als erste Spitzenmanagerin der USA habe sie eine Geschlechtsanpassung durchgemacht und zugleich ein Unternehmen geleitet.

Quelle: n-tv.de, agr/AFP

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