Politik

Truppenverlegung nach Jordanien Deutsche Tornados kommen in Al-Asrak an

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Künftig starten nur noch vier Tornados zu Aufklärungsflügen gegen den Islamischen Staat.

(Foto: picture alliance / Carsten Rehde)

Als Reaktion auf den Streit um Besuchsrechte für deutsche Abgeordnete in Incirlik beschließt die Bundesregierung im Juni den Abzug der Bundeswehr aus der Türkei: Nun stehen vier deutsche Tornados in Jordanien bereit - weniger als bisher.

Der Umzug der Bundeswehr vom türkischen Incirlik nach Jordanien ist abgeschlossen. Vier Tornado-Aufklärungsflugzeuge seien am Nachmittag auf dem Stützpunkt Al-Asrak gelandet, teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums mit. In den kommenden Tagen sollen sie ihre Einsatzflüge im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) wieder aufnehmen.

Wegen eines Streits mit der türkischen Regierung um Besuchsrechte deutscher Abgeordneter bei Bundeswehrsoldaten in Incirlik hatte die Bundesregierung Anfang Juni die Verlegung des Bundeswehr-Kontingents nach Jordanien beschlossen. Die Bundeswehr soll künftig den internationalen Einsatz gegen die IS-Miliz in Syrien und im Irak von dort aus unterstützen.

Während das Tankflugzeug der Bundeswehr schon seit Monaten von Jordanien aus im Einsatz ist, waren die Tornado-Aufklärungsmaschinen vorübergehend zurück nach Deutschland gebracht worden. Zu dem Kontingent in Al-Asrak zählen 250 Soldaten. Der Einsatz wird allerdings in abgespeckter Form fortgeführt.

Statt sechs werden nur noch vier Tornados hochauflösende Bilder zur Identifizierung von Angriffszielen machen. Die anderen zwei Maschinen bleiben in Bereitschaft in Deutschland. Das Ministerium begründete dies damit, dass der Islamische Staat auf dem Rückzug sei und das Gebiet zur Aufklärung kleiner werde.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/AFP

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