Politik

Selbstmordanschläge im Irak Deutscher IS-Kämpfer verübt Attentat

328D94006AA9ABEC.jpg542305824199817234.jpg

Vor etwas mehr als einem Jahr startete der IS seine Offensive im Nordirak.

(Foto: AP)

Seit Monaten versucht der Islamische Staat, die irakische Ölstadt Baidschi dauerhaft in seine Gewalt zu bringen. Bei einer Reihe von Selbstmordattentaten wirkt nach Angaben des IS auch ein deutscher Rekrut mit: Abu Ibrahim al-Almani.

Bei einer Reihe von Selbstmordanschlägen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nahe der nordirakischen Stadt Baidschi sind mindestens elf Menschen getötet worden. Die Attentäter ließen in Hadschadsch an der Straße zwischen Tikrit und Baidschi nördlich von Bagdad vier mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge hochgehen, wie Vertreter von Polizei und Armee mitteilten.

Unter den Toten waren demnach sieben Soldaten und vier Kämpfer der sogenannten Volksmobilisierungseinheiten, die überwiegend aus schiitischen Milizen bestehen. Mindestens 27 weitere Menschen wurden verletzt.

Zu dem Anschlag bekannte sich der IS. In einer im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, bei den Attentätern handele es sich um einen Deutschen, einen Briten, ein Palästinenser und einen Kuwaiter. Auf Fotos, die der IS veröffentlichte, stehen die Attentäter neben vier schwarzen Geländewagen. Der Deutsche wird demnach Abu Ibrahim al-Almani genannt. Der rothaarige und blauäugige Mann sitzt auf einem der Fotos lächelnd am Steuer eines der Fahrzeuge.

Der IS kontrolliert seit genau einem Jahr große Gebiete um die nordirakische Stadt Mossul und hat die Einflusssphäre des kurz darauf ausgerufenen "Kalifats" seither ausgebaut. Die irakische Stadt Baidschi liegt strategisch wichtig an einer Straße zur größten Ölraffinerie des Landes und ist seit Monaten umkämpft.

Quelle: n-tv.de, nsc/AFP

Mehr zum Thema