Politik
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Donnerstag, 16. August 2018

Vorwurf der Terrorpropaganda: Deutscher in der Türkei verhaftet

Sieben Deutsche sitzen in der Türkei im Gefängnis. Nun wird ein weiterer verhaftet: Ilhami A. besucht gerade seine Mutter im Osten des Landes, als ihn die Polizei mitnimmt. Ihm wird Propaganda für die PKK vorgeworfen.

In der Türkei ist erneut ein Deutscher wegen Terrorvorwürfen verhaftet worden. Ihm werde vorgeworfen, über soziale Medien Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verbreitet zu haben, sagte sein Anwalt Ercan Yildirim.

Sein Mandant Ilhami A. sei am Mittwoch in der osttürkischen Provinz Elazig festgenommen worden. Kurz darauf habe ein Gericht gegen den 46-Jährigen Untersuchungshaft verhängt. Nach Recherchen des NDR stammt der Mann mit kurdischen Wurzeln aus Hamburg. Dort arbeite er als selbständiger Taxifahrer.

Der Deutsche habe in seinem Heimatdorf Saribasak seine Mutter besucht. Augenzeugen berichten demnach, türkische Sicherheitskräfte hätten am frühen Morgen deren Wohnung durchsucht und den Hamburger mitgenommen. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, der Fall sei bekannt. Die deutsche Botschaft in Ankara werde die konsularische Betreuung einleiten.

Nach offiziellen Angaben sind in der Türkei derzeit sieben weitere Deutsche aus "politischen Gründen" in Haft. Erst Ende Juli war der Deutsche Dennis E. im südtürkischen Hatay verhaftet worden. Auch ihm wird vorgeworfen, über soziale Medien Propaganda für die PKK verbreitet zu haben. Die PKK steht in der EU, den USA und der Türkei auf der Terrorliste.

Quelle: n-tv.de