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Sonntag, 05. November 2017

Autobombe in Ostsyrien: Dutzende Tote bei Anschlag in Deir Ezzor

Am Freitag erklärte Syrien die ostsyrische Ölstadt Deir Ezzor als befreit. Einen Tag später rächt sich offenbar die Terrormiliz IS für die Niederlage: Inmitten einer Gruppe von Flüchtlingen detoniert eine Autobombe. Dutzende Menschen kommen ums Leben.

Dutzende Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag in Syrien nach staatlichen Angaben getötet und verletzt worden. Der Vorfall habe sich am Samstagabend in Deir Ezzor ereignet, wie die amtliche Nachrichtenagentur Sana meldete. Die Stadt liegt am westlichen Ufer des Euphrat.

Kurz zuvor hatte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitgeteilt, auf der östlichen Seite des Flusses seien Dutzende Menschen während eines Treffens von Flüchtlingen durch die Explosion mindestens einer Autobombe ums Leben gekommen. Der Anschlag gehe auf das Konto der radikalislamischen IS-Miliz.

Der IS wurde zuletzt sowohl in Syrien als auch im benachbarten Irak aus strategisch wichtigen Positionen vertrieben. Am Freitag etwa erklärte die syrische Regierung den Sieg über den sogenannten Islamischen Staat in Deir Ezzor, der wichtigsten und größten Stadt im Osten des Bürgerkriegslandes. Dort liegt auch das Zentrum der Ölproduktion Syriens.

Der Anschlagsort liegt den Angaben zufolge zwischen den Gasfeldern von Conoco und Jafra. Die Gegend wird von den kurdisch-arabischen "Demokratischen Kräften Syriens" (SDF) kontrolliert. Sie werden von den USA unterstützt.

Quelle: n-tv.de

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