Politik

Rücktritt als Parteichef Ed Miliband zieht Konsequenzen

imago_st_0508_09010007_64484264.jpg4532389688534767517.jpg

(Foto: imago/ZUMA Press)

Manch eine Umfrage sah ihn schon als Wahlsieger. Doch Labour-Chef Ed Miliband legt bei der britischen Unterhauswahl eine Bruchlandung hin. Deshalb tritt er zurück.

Der bei der Parlamentswahl in Großbritannien deutlich unterlegene Herausforderer Ed Miliband ist als Vorsitzender der sozialdemokratischen Labour-Partei zurückgetreten. Er übernahm die volle Verantwortung für die herbe Niederlage seiner Partei.

Miliband ist seit 2010 Labour-Chef, nachdem er seinen Bruder David bei einem Parteitag im Rennen um den Vorsitz knapp überflügelt hatte. Bei der Parlamentswahl enttäuschte er. Mit rund 230 Sitzen erzielte Labour ein deutlich schlechteres Ergebnis als sein Vorgänger Gordon Brown im Jahr 2010. Labour hatte damals 258 Mandate geholt.

SNP jagt Direktmandate ab

Vorhersagen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Labour und den konservativen Tories erwartet. Allerdings errang Tory-Premier David Cameron eine überraschend deutliche Mehrheit. Die Partei erhält laut BBC-Prognose 229 der 650 Sitze und damit eine absolute Mehrheit.

Labour wurde unter anderem das starke Abschneiden der Scottish National Party zum Verhängnis. Die schottischen Nationalisten holten 56 von 59 schottischen Sitzen für das britische Parlament. Vor allem Labour nahm die SNP in deren früherer Hochburg zahlreiche Direktmandate ab.

Unter anderem besiegte die erst 20-jährige Mhairi Black den Labour-Wahlkampfmanager Douglas Alexander in einem Wahlkreis. Black wird damit die jüngste britische Parlamentsabgeordnete seit 1667.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

Mehr zum Thema