Politik

Ministerium stoppt Schließungen Elf Bundeswehr-Standorte bleiben erhalten

27690281.jpg

Auch die Hugo Junkers Kaserne in Alt Duvenstedt soll nun bestehen bleiben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Bundeswehr wächst wieder und braucht damit auch mehr Platz. Deshalb werden einige bereits getroffene Entscheidungen wieder rückgängig gemacht. Auf mindestens elf Orte in Deutschland hat das Auswirkungen.

Elf bislang zur Schließung vorgesehene Bundeswehrstandorte werden doch nicht dichtgemacht. Die Liegenschaften in sieben Bundesländern, vor allem Kasernen, bleiben erhalten, wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilte. "Nach fast zweieinhalb Jahrzehnten des Schrumpfens wächst die Bundeswehr wieder", hieß es zur Erläuterung. "Mehr Personal und Material bedeuten auch mehr Bedarf an weiterer Infrastruktur."

Der Weiterbetrieb betrifft jeweils drei Standorte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie jeweils eine Örtlichkeit in Brandenburg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Das Verteidigungsministerium hatte bereits zu Jahresbeginn mitgeteilt, dass acht Munitions- und Materiallager entgegen der ursprünglichen Pläne bestehen bleiben.

Weitere vorgesehene Schließungen sollen noch überprüft werden - das war bereits im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankert worden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexperte Johann Wadephul, in dessen Wahlkreis die nun bestehen bleibende Hugo Junkers Kaserne in Alt Duvenstedt liegt, sagte, seit einigen Jahren würden viele Standortentscheidungen neu bewertet. Dies liege an der sich verschlechternden sicherheitspolitischen Lage - und dass die Bundeswehr deswegen wieder stärker gebraucht werde.

Quelle: n-tv.de, agr/AFP/dpa

Mehr zum Thema