Auf dem Weg nach GriechenlandElf Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer

Nahe der Ägäis-Insel Farmakonissi ereignet sich ein neues Flüchtlingsdrama: Bei ihrer Überfahrt nach Griechenland kommen elf Menschen ums Leben. Nun sucht die Polizei nach mehreren Vermissten.
Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes in der Ägäis sind elf Menschen ertrunken, darunter fünf Kinder. Wie die griechische Hafenpolizei mitteilte, sank das Boot auf dem Weg von der Türkei in Richtung Griechenland nahe der Ägäis-Insel Farmakonissi. Rund ein Dutzend Menschen werden vermisst, 26 weitere Insassen des Holzbootes konnten gerettet werden.
Am Unglücksort in der südlichen Ägäis werde die Suche nach den Vermissten fortgesetzt, erklärte die Hafenpolizei. Beteiligt waren neben Polizeischiffen auch ein griechischer Armeehubschrauber und ein Patrouillenboot der EU-Grenzschutzbehörde Frontex. Nach Angaben von Augenzeugen ereignete sich das Unglück bei ruhigem Wetter, als Wasser ins Boot lief.
Erst kürzlich waren sechs afghanische Kinder nahe der türkischen Provinz Izmir ertrunken, als ihr Boot kenterte, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Acht weitere Afghanen wurden gerettet.