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Annäherung in Waffen-Krise Erdogan hofft auf Raketen-Deal mit Trump

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Die beiden Staatschefs Erdogan und Trump reichen sich beim G20-Gipfel im japanischen Osaka die Hand.

(Foto: REUTERS)

Mit dem Kauf eines russischen Luftabwehrsystems beschwört die Türkei eine diplomatische Krise mit den USA herauf. Jetzt möchte das Nato-Mitglied die Wogen mit einem neuen Waffengeschäft wieder glätten. Präsident Erdogan setzt auf seine Beziehungen zu Präsident Trump.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will mit US-Präsident Donald Trump über den Kauf von amerikanischen Patriot-Raketen sprechen. Bei der UN-Generalversammlung im nächsten Monat wolle er mit Trump darüber im Detail verhandeln, sagte Erdogan am Freitag. Telefonisch hätten die beiden Politiker bereits vor zwei Wochen über das Thema gesprochen. Seine persönliche Verbundenheit mit Trump könnte dazu beitragen, die Krise zu überwinden, die Ankara mit dem Erwerb eines russischen Luftabwehrsystems ausgelöst hat. Das Patriot-Raketensystem vom US-Rüstungshersteller Raytheon konkurriert mit dem russischen S-400.

Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei sind derzeit angespannt. Einer der Gründe ist die Übernahme des russischen Raketenabwehrsystem S-400 durch die Türkei. Washington fürchtet, dass die Installation des russischen Systems beim Nato-Partner die Sicherheit der eigenen Flugzeuge gefährdet. In der Folge haben die USA die Türkei vom F-35-Programm ausgeschlossen.

Trump hatte seinen Amtsvorgänger Barack Obama dafür verantwortlich gemacht, dass ein zwischenzeitlich anvisierter Kauf des US-Flugabwehrraketensystems Patriot durch die Türkei nicht zustande kam - und dass die Türkei sich letztlich für die russischen Raketen entschied.

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Quelle: n-tv.de, chr/rts

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