Erinnerung an 1987Revolutionsgarden "warten" auf US-Streitkräfte in Straße von Hormus

Schon in vergangenen Auseinandersetzungen mit dem Iran spitzt sich die Lage an der Straße von Hormus zu. Die Revolutionsgarden stellen sich auch dieses Mal darauf ein. Sie "warten" nach Angaben eines Sprechers schon auf die US-Konvois.
Die iranischen Revolutionsgarden "warten" nach eigenen Angaben darauf, dass das US-Militär Schiffe durch die strategisch und wirtschaftlich bedeutsame Straße von Hormus im Persischen Golf begleitet. "Der Iran begrüßt die Eskorte von Öltankern und die Anwesenheit von US-Streitkräften bei der Durchquerung der Straße von Hormus ausdrücklich. Wir warten darauf", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Alimohammad Naini. Zuvor hatte die US-Regierung vor dem Hintergrund des Iran-Krieges angekündigt, Schiffen in der Meerenge schnellstmöglich Geleitschutz durch die Marine geben zu wollen.
"Wir empfehlen den Amerikanern, sich vor jeder Entscheidung an den Brand des amerikanischen Supertankers 'Bridgeton' im Jahr 1987 und an die kürzlich angegriffenen Öltanker zu erinnern", sagt der Sprecher der Nachrichtenagentur Fars zufolge. Trump hatte am Dienstag gesagt, die US-Marine könne bei Bedarf Öltanker durch die Straße von Hormus eskortieren. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag wurden mindestens neun Schiffe angegriffen.
Die "Bridgeton" war ein kuwaitischer Supertanker, der im Sommer 1987 unter US-Flagge neu registriert und umbenannt wurde, um während des Iran-Irak-Kriegs unter amerikanischem Schutz fahren zu können. Der Tanker gehörte zu dem ersten von der US-Navy eskortierten Konvoi im Rahmen von "Operation Earnest Will", mit der die USA kuwaitische Tanker im Persischen Golf schützen wollten.
Am 24. Juli 1987 lief die "Bridgeton" nahe der iranischen Insel Farsi auf eine im Fahrwasser ausgelegte Mine. Trotz Schäden erreichte der Tanker später den kuwaitischen Ölhafen Al Ahmadi. Der Vorfall zeigte, dass selbst ein stark gesicherter US-Konvoi nicht verhindern konnte, dass Iran Minen im "geheimen" Fahrweg legte, was als propagandistischer Erfolg Teherans gewertet wurde.
Drohnenangriffe am Morgen
Am Morgen griffen die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben in der Straße von Hormus einen Tanker an. Das Schiff "Prima" sei von einer Drohne getroffen worden, teilten die Revolutionsgarden der Islamischen Republik laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Der Tanker habe "wiederholte Warnungen" der Revolutionsgarden zur Sperrung der Meerenge im Persischen Golf ignoriert.
Die Revolutionsgarden hatten nach Beginn des Krieges die Sperrung der Straße von Hormus verkündet, die für den weltweiten Verkehr von Containerschiffen und Tankern bedeutend ist. Schon am Freitag hatte das iranische Staatsfernsehen von einem Brand auf einem Schiff infolge von Beschuss berichtet. Ein iranischer Militärsprecher sprach von einem Brand auf einem US-Öltanker.