Politik

Kneissl macht Karriere Erst Knicks für Putin, jetzt Rosneft-Posten

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Keine Unterwerfung, sondern Höflichkeit, sagt Karin Kneissl.

(Foto: picture alliance / ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com)

Dass Wladimir Putin bei ihrer Hochzeit der Ehrengast war, sorgte im Sommer 2018 für Unverständnis. Nun sorgt Österreichs frühere Außenministerin Kneissl erneut mit ihrer Nähe zu Russland für Schlagzeilen. Berichten zufolge hat sie einen Posten bei Rosneft in Aussicht.

Nach ihrem berühmten Knicks vor Kremlchef Wladimir Putin soll die frühere österreichische Außenministerin Karin Kneissl bei Russlands Ölkonzern Rosneft einen Posten im Aufsichtsrat bekommen. Die russische Regierung habe Kneissl als unabhängige Direktorin bei dem staatlichen Energieriesen vorgeschlagen, meldete die Staatsagentur Tass.

In dem Gremium hat Deutschlands Ex-Kanzler Gerhard Schröder den Vorsitz. Rosneft wird von Putins engem Vertrauten Igor Setschin geführt. Zuletzt hatte Kneissl auch beim staatlichen Medienkonzern RT als Autorin angeheuert. RT steht als Propagandamaschine des Kreml in der Kritik.

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Die 56 Jahre alte Politikerin hatte Putin als von der rechten FPÖ hofierten Ehrengast im Sommer 2018 zu ihrer Hochzeit eingeladen. Die Einladung Putins hatte national und international für Irritationen gesorgt. Nach einem Tanz machte Kneissl einen breit beachteten Knicks vor dem russischen Präsidenten.

Kneissl hatte ihr Verhalten im Nachhinein gegen Kritik verteidigt. "Der russische Staatspräsident hat sich zuvor verbeugt, und ich habe diese Verbeugung beantwortet mit einem Knicks." Dieser sei dann in den Kommentaren als Unterwerfungsakt, als Kniefall bewertet worden. "Und wer mich kennt, weiß, dass ich mich niemandem unterwerfe", erklärte sie.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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