Politik

Flammeninferno in TuapseEvakuierungen nach erneutem Angriff auf große russische Raffinerie

28.04.2026, 13:00 Uhr
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Grenzwerte für Ruß oder Benzol in der Luft werden in Tuapse deutlich überschritten. (Archivbild) (Foto: IMAGO/SNA)

Seit Wochen nimmt die ukrainische Armee eine Ölraffinerie in der russischen Region Krasnodar ins Visier. Immer wieder kommt es zu schweren Bränden. Nun evakuieren die Behörden Anwohner. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind deutlich zu spüren.

In der südrussischen Hafenstadt Tuapse ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff Behörden zufolge erneut ein großes Feuer in einer Ölraffinerie ausgebrochen. Gebietsgouverneur Weniamin Kondratjew sprach von einer ernsthaften Notfallsituation. Menschen, die in den Straßen nahe der Raffinerie leben, werden nach Angaben von Bürgermeister Sergej Bojko wegen der Gefahr, dass das Feuer sich ausbreitet, evakuiert.

Ölanlagen der Stadt waren schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Seit Wochen kommt es deswegen zu Bränden und auch zu schweren Umweltschäden. Zuletzt war es über mehrere Tage nicht gelungen, ein Feuer zu löschen, Behörden riefen Menschen dazu auf, Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

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Helfer beseitigen Öl an einem Strand in Tuapse. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten - auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Schwarze Meer.

Die ukrainische 414. Brigade für unbemannte Luftangriffssysteme "Vögel von Magyar" sprach auf X von Tuapse 3.0. "Remake von 'Und täglich grüßt das Murmeltier'" und "Regelmäßige thermische Entsorgung von schwarzem Wurmgold", kommentierte die Einheit. Der Kiewer Generalstab teilte mit, das betroffene Unternehmen sei an der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine beteiligt. Kampfdrohnen hätten das Gelände der Anlage getroffen.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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