Politik

Hat zuvor gegen ihn ermittelt Ex-FBI-Beamter wegen Geldwäsche für Oligarchen angeklagt

Um Milliardär Oleg Deripaska geht es in einer neuen Anklage gegen einen ehemaligen FBI-Beamten.

Um Milliardär Oleg Deripaska geht es in einer neuen Anklage gegen einen ehemaligen FBI-Beamten.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

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Er war für die Spionageabwehr in New York tätig und kümmerte sich um die Ermittlungen gegen Oligarchen: Nun wurde gegen einen 54-jährigen ehemaligen FBI-Beamten Anklage erhoben. Er soll mit dem Milliardär Oleg Deripaska Geldwäsche vereinbart haben, damit dieser Sanktionen umgehen könne.

Ein ehemaliger hoher Beamter der US-Bundespolizei FBI sowie ein weiterer Amerikaner sind wegen der illegalen Hilfe für einen russischen Oligarchen festgenommen worden. Die beiden Männer sollen mit dem Milliardär Oleg Deripaska Geldwäsche vereinbart haben, um im Zuge des Ukraine-Konflikts erlassenen Sanktionen gegen diesen zu umgehen. Eine Gegenleistung für Zahlungen von Deripaska soll auch die Ermittlung gegen einen rivalisierenden Oligarchen gewesen sein, wie die Behörden mitteilen.

Am Montag veröffentlichte die New Yorker Staatsanwaltschaft eine Anklage mit fünf Anschuldigungen - darunter Verletzung von US-Sanktionen, Geldwäsche und Verschwörung - die Verdächtigen sind laut Mitteilung bereits seit Samstagabend in Gewahrsam.

Aufsehenerregend bei dem Fall ist zudem, dass der ehemalige FBI-Mitarbeiter vor seiner Pensionierung im Jahr 2018 als Spezialagent für die Spionageabwehrabteilung des FBI in New York tätig gewesen war. Dabei war der 54-Jährige für Ermittlungen gegen Oligarchen, darunter auch Deripaska, zuständig gewesen. Zusammen mit dem zweiten Amerikaner, der ursprünglich russischer Herkunft ist und als Gerichts-Übersetzer arbeitete, habe er zuletzt versucht, die Sanktionen gegen den Milliardär aufheben zu lassen.

Staatsanwalt Damian Williams sagte: "Dieses Büro wird weiterhin diejenigen strafrechtlich verfolgen, die gegen US-Sanktionen verstoßen, die als Reaktion auf die russische Kriegslust in der Ukraine verhängt wurden, um ihre eigenen Taschen zu füllen."

Deripaska selbst war in den USA im September wegen Sanktionsverstößen angeklagt worden. Bei einer Verurteilung könnten Deripaska - der sich nicht in den USA aufhielt - laut US-Justizministerium bis zu 20 Jahre Haft drohen. Deripaska ist ein Aluminiummagnat mit Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er war ein Mandant von Paul Manafort, der 2016 mehrere Monate lang Wahlkampfvorsitzender von Donald Trump war und 2018 wegen Finanzbetrugs und anderer Verbrechen verurteilt wurde.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

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