Politik

Gnadengesuch abgelehnt Ex-SS-Mann Gröning muss in Haft

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(Foto: dpa)

Nach der Verfassungsbeschwerde wird auch das Gnadengesuch abgelehnt. Der frühere SS-Buchhalter Gröning muss wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen für vier Jahre hinter Gitter - trotz seiner 96 Jahre.

Der wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen verurteilte frühere SS-Mann Oskar Gröning ist mit seinem Gnadengesuch gescheitert. Das teilte die Staatsanwaltschaft Lüneburg mit. Im Lüneburger Auschwitz-Prozess war Gröning 2015 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden - diese Haftstrafe soll der 96-Jährige nun zügig antreten. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte angekündigt, Gröning zeitnah die Ladung zum Strafantritt zu schicken.

Der verurteilte 96-Jährige war Ende Dezember bereits mit einer Beschwerde aus Gesundheitsgründen beim Bundesverfassungsgericht gescheitert. Das Gnadengesuch war somit seine letzte Möglichkeit, die Haft zu umgehen. Auch beim Landgericht Lüneburg und dem Oberlandesgericht Celle war Gröning schon gescheitert.

Gröning gehörte von 1942 bis 1944 zum Verwaltungspersonal des Vernichtungslagers Auschwitz, wo er in der sogenannten Häftlingsgeldverwaltung tätig war. Er sortierte dort das bei den Opfern gefundene Geld und leitete es nach Berlin weiter. Zudem bewachte er in einigen Fällen das Gepäck der Deportierten auf der sogenannten Rampe. Im Prozess gestand Gröning umfassend und bekundete mehrfach seine Reue.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa/AFP

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