Politik

Angeblich zerrüttetes Verhältnis Ex-Scheuer-Sprecher geht zur Bahn

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Zwischen Scheuer und seinem Sprecher soll am Ende dicke Luft geherrscht haben.

(Foto: imago images/Christian Thiel)

Der Sprecher von Verkehrsminister Scheuer teilt zu Jahresbeginn mit, sich beruflich neu orientieren zu wollen. Im Anschluss kursieren Berichte über einen höchst gespanntes Verhältnis zwischen ihm und dem CSU Politiker. Nun hat er einen neuen Job.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer muss sich einen neuen Sprecher suchen. Wolfgang Ainetter geht zur Deutschen Bahn. Ainetter wechselt Anfang März als Sonderbeauftragter für das "Europäische Jahr der Schiene" zur Bahn, wie er in einer internen Abschiedsmail an seine Mitarbeiter im Verkehrsministerium mitteilte. Ainetter bekleidet den Posten bei der Bahn bis Jahresende.

Eine Bahnsprecherin bestätigte, Ainetter werde bis zum Ende des Jahres die Deutsche Bahn bei der Organisation der Aktivitäten rund um das "Europäische Jahr der Schiene" unterstützen. "Die EU hat das Jahr 2021 zum 'Europäischen Jahr der Schiene' erklärt, um den Umstieg auf die Bahn als sicheres und nachhaltiges Verkehrsmittel zu fördern."

Der CSU-Minister hatte zu seinem Amtsantritt 2018 Ainetter ins Ministerium geholt. Dieser hatte im Januar angekündigt, sich beruflich neu orientieren zu wollen - und war faktisch nicht mehr im Ministerium tätig. Das Verhältnis zwischen Scheuer und seinem Kommunikationschef galt seit geraumer Zeit als belastet. Die Entscheidung, das Ministerium zu verlassen, sei ihm "verdammt schwer" gefallen, schreibt Ainetter in der Mail. Er bedauere es sehr, "wie es jetzt zum Schluss gelaufen ist". In Berichten war von einem zerrütteten Verhältnis zwischen Ainetter und Scheuer die Rede. Demnach habe sich der Minister als zunehmend beratungsresistent erwiesen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa