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"Schlüsselrolle" im Kalten Krieg Ex-US-Sicherheitsberater Brzezinski ist tot

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Brzezinski wurde 89 Jahre alt

picture alliance / dpa

Der frühere US-amerikanische nationale Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski ist gestorben. Der aus Polen stammende Politiker wurde 89 Jahre alt. In den 1970er-Jahren war er unter Präsident Carter ein entscheidender Mann im Weißen Haus.

Der frühere nationale Sicherheitsberater der USA, Zbigniew Brzezinski, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Seine Tochter Mika berichtete auf Instagram: "Mein Vater ist heute friedlich von uns gegangen." Zuerst hatte die "New York Times" darüber berichtet. Der aus Polen stammende Brzezinski war zunächst Berater von US-Präsident Lyndon B. Johnson und später Sicherheitsberater von Präsident Jimmy Carter. Zu seinen größten beruflichen Herausforderungen gehörte unter anderem die Geiselnahme des US-Botschaftspersonals in Teheran sowie die sowjetische Invasion in Afghanistan.

Ex-Präsident Carter lobte seinen verstorbenen ehemaligen Berater als "hervorragenden Staatsdiener". Brzezinski habe in allen außenpolitischen Fragen seiner Regierungszeit eine Kernrolle gespielt - von der Normalisierung der Beziehungen zu China über die Vereinbarungen mit Russland zur nuklearen Rüstungsbegrenzung bis zum Camp-David-Abkommen über einen ägyptisch-israelischen Friedensvertrag. "Er war brillant, engagiert und loyal", so Carter. "Ich werde ihn vermissen".

Polens Präsident Andrzej Duda würdigte Brzezinski als "die Stimme Polens - des freien Polens - im Weißen Haus". Er habe "unermüdlich dafür gekämpft, dass wir alle die Freiheit bekommen", schrieb der nationalkonservative Politiker bei Twitter. Der gebürtige Warschauer hatte sich während des Kalten Krieges für den Helsinki-Prozess eingesetzt, der die kommunistischen Staaten Osteuropas zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtete. "Die Welt hat einen meisterhaften Intellektuellen, einen erfahrenen und erfolgreichen Diplomaten, aber auch einen edlen Menschen und einen stolzen Polen verloren", erklärte Warschaus Chefdiplomat Witold Waszczykowski. Mit seiner festen Haltung zur Sowjetunion habe Brzezinski eine "Schlüsselrolle beim Zerfall des totalitären kommunistischen Systems" gespielt. Er war mit seinen Eltern - der Vater war Diplomat - 1938 in Kanada geblieben. Im folgenden Jahr marschierte Nazi-Deutschland in Polen ein.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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