Politik

"Schadet der Demokratie" Explosion vor AfD-Büro in Döbeln

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Die Alternative für Deutschland (AfD) ist derzeit vor allem in den neuen Bundesländern stark.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beschädigte Fenster, Türen und Autos, brennendes Werbematerial: Das ist das bisherige Ergebnis einer Explosion im sächsischen Döbeln, die sich vor dem AfD-Büro ereignet. Es ist nicht der erste Anschlag auf Einrichtungen der Rechtspopulisten.

Vor dem Büro der AfD in der sächsischen Stadt Döbeln hat sich eine Explosion ereignet. Die Polizei ermittele wegen eines mutmaßlichen Anschlags, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion in Chemnitz. Gegen 19.20 Uhr sei vor dem Partei-Büro in der Bahnhofstraße in Döbeln ein "unbekannte Substanz zur Explosion gebracht worden".

Dabei sei Sachschaden an Scheiben und Türen des Büros sowie offenbar auch an zwei geparkten Autos und zwei weiteren Gebäuden entstanden, so der Polizeisprecher weiter. Menschen seien nicht verletzt worden.

Angaben zu möglichen Verdächtigen wollte die Polizei aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht machen. Das Landeskriminalamt war an den Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine politisch motivierten Straftat beteiligt.

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig verurteilte die Tat auf Twitter. Für den Anschlag gebe es keine Legitimation, schrieb der SPD-Politiker. "Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern." Weiter schrieb er: " Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie."

Erst Mitte Dezember war das Büro der AfD in Borna, das etwa eine Fahrtstunde von Döbeln entfernt ist, beschädigt worden. Unbekannte warfen laut Polizei eine Mauerabdeckplatte gegen die Fensterscheibe. Im September waren das AfD-Büro in Chemnitz und das Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier in Dresden das Ziel von Vandalismus: Beide Büros waren mit Farbe beschmiert worden.

Quelle: n-tv.de, lri/bad/AFP/dpa

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