Politik

Detonation auf Militärflughafen? Neue Explosionen erschüttern die Krim

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Der Militärflughafen Belbek bei Sewastopol gilt als einer der wichtigsten für das russische Militär. (Archivbild)

(Foto: REUTERS)

Dem ukrainischen Militär sind bereits mehrere Schläge auf Militärstützpunkte auf der Krim gelungen. Nun kommt es zu Explosionen auf dem Flughafen Belbek. Russland hat bereits eine Erkläung dafür.

Auf der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim ist es offenbar erneut zu Explosionen auf dem Militärflughafen Belbek gekommen. "Der Information der Rettungskräfte nach ist ein Flugzeug über die Landebahn hinausgeschossen und in Brand geraten", schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, im Nachrichtendienst Telegram. Die Feuerwehr sei im Einsatz.

In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten allerdings dicke Rauchwolken mit starken Explosionen. Beobachter vermuteten, dass ein Munitionslager in Brand geraten sein könnte. Der Militärflughafen Belbek bei Sewastopol gilt als einer der wichtigsten für das russische Militär.

Dem ukrainischen Militär sind bereits mehrere Schläge auf Stützpunkte der russischen Luftwaffe auf der Halbinsel gelungen. Im August etwa wurde der Militärflughafen bei Saki auf der Krim angegriffen. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyj, bestätigte, dass die Explosionen auf der Halbinsel Krim vor einigen Wochen durch ukrainische Raketenangriffe herbeigeführt wurden. Bei dem Angriff wurden zahlreiche Flugzeuge zerstört. Die Führung in Moskau hatte die Explosionen als Unfälle abgetan.

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Konkret schrieb er, dass der Krieg für viele "Durchschnittsrussen" aktuell weit weg sei und sie somit Verluste, Misserfolge und vor allem Kosten der Kämpfe kaum wahrnähmen. Das Ziel der Ukraine sei es gewesen, den Krieg näher an die Menschen heranzutragen. Das wäre etwa über die "erfolgreichen Raketenangriffe auf die gegnerischen Luftwaffenstützpunkte, allen voran der Flugplatz Saki" passiert.

Russland hat die Krim 2014 annektiert und begann am 24. Februar einen großen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Nach dem Vorbild der Krim versucht sich Moskau mithilfe einer Annexion nun auch vier weitere ukrainische Gebiete einzuverleiben. Russland kontrolliert diese nur teilweise. Und militärisch musste Moskau zuletzt Niederlagen verkraften, vor allem in der Ostukraine.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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