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Syrisches Militär: Kein Angriff Explosionen erschüttern Militärflugplatz

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Feuer und Rauch sind über dem Militärflughafen Al-Masah bei Damaskus zu sehen.

(Foto: dpa)

Dutzende Detonationen erschüttern einen Militärflughafen nahe Damaskus, Feuer bricht aus. War ein israelischer Angriff die Ursache, wie manche vermuten? Das Militär dementiert und spricht von einem Kurzschluss.

Der Militärflughafen Al-Masah in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus ist in der Nacht von mehreren Explosionen erschüttert worden. Augenzeugen berichteten von Dutzenden Detonationen. Über dem Stützpunkt seien schwere Brände und dichter Rauch zu sehen gewesen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, mindestens zwei Militärangehörige seien getötet worden. Elf Menschen seien verletzt worden.

Syrische Militärkreise dementierten laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana, dass es sich um einen israelischen Angriff gehandelt habe. Die Explosionen seien durch einen Kurzschluss in einem Munitionsdepot ausgelöst worden, meldete Sana.

Zuvor hatte es aus armeenahen Kreisen geheißen, Israel habe den Flughafen mit Raketen angegriffen. Das berichtete auch die Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Diese sitzt in England, stützt sich bei ihren Angaben aber auf ein Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind nur schwer unabhängig zu überprüfen.

Eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv erklärte lediglich, die Armee äußere sich nicht zu "ausländischen Medienberichten". Israel hat in den vergangenen Monaten mehrfach Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland bombardiert.

Der Militärflughafen Al-Masah war zuletzt Anfang Mai angegriffen worden. Die Luftschläge richten sich nach israelischen Angaben gegen die Militärinfrastruktur des Irans. Teheran ist im Bürgerkrieg ein wichtiger Partner der Regierung.

Quelle: n-tv.de, mli/rts

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