Politik

Liberale erleben Kubicki-EffektFDP gewinnt neue Mitglieder

09.06.2026, 02:47 Uhr
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"Ich will, dass die FDP wieder respektiert wird", sagt Kubicki. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Unter dem frisch gewählten Vorsitzenden entwickelt die FDP eine wachsende Anziehungskraft. Seit dem Parteitag gewinnen die Liberalen 700 neue Mitglieder. Kubicki richtet den Blick derweil auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und gibt eine Zielmarke aus.

Die FDP mit ihrer neu formierten Führung verzeichnet wachsende Mitgliederzahlen. Wie die Partei den Zeitungen der Funke Mediengruppe mitteilte, traten seit dem Parteitag Ende Mai 780 Menschen in die Partei ein. Dem standen 80 Austritte gegenüber. FDP-Generalsekretär Martin Hagen sagte den Funke-Zeitungen: "Wir spüren seit Ostern und insbesondere nach der Wahl des neuen Führungsteams Rückenwind - auch bei den Mitgliederzahlen. Dass sich nach dem Parteitag viele Menschen zum Eintritt in die FDP entschlossen haben, motiviert uns."

Die Mitgliederzahl der FDP schwankt nach Angaben der Funke-Zeitungen seit Jahren rund um die Marke von rund 70.000. 2021 lag sie mit 77.276 Mitgliedern auf einem zwischenzeitlichen Höchstwert, bis 2024 und dem Ende der Ampel-Koalition fiel sie um fast 10.000. Vor einem Jahr lag sie Parteiangaben zufolge bei etwa 69.000 - und steigt nun wieder.

Auf dem Parteitag am 30. und 31. Mai hatten die Liberalen Wolfgang Kubicki zum neuen FDP-Chef gewählt. Der Neustart verlief aber holperig. Kubicki musste sich gegen die spontan angetretene Gegenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durchsetzen. Die Kampfabstimmung und die damit verbundene Richtungsdebatte hatte der Partei zumindest viel Aufmerksamkeit beschert. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr und den beiden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in diesem Jahr verpasste die Partei den Einzug in die Parlamente.

Kubicki will Sachsen-Anhalt noch drehen

Für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im September setzte sich Kubicki das Ziel, mehr als fünf Prozent der Stimmen zu erreichen. "Ich dokumentiere jetzt einfach mal meinen Anspruch, dass wir Sachsen-Anhalt noch drehen können", sagte Kubicki am Wochenende dem "Tagesspiegel". Laut Umfragen steht seine Partei dort derzeit bei unter drei Prozent.

Für sein erklärtes Ziel, die FDP stabil über fünf Prozent zu halten, setzte er sich eine Frist - an die er auch das politische Überleben seiner Partei knüpfte. Wenn es der Partei nicht binnen eines Jahres gelinge, wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor zu werden, und zwar gemeinsam, dann könne man den "Laden abschließen", sagte Kubicki. "Wir stehen vor Erfolg oder Bedeutungslosigkeit." Er selbst wolle dabei weiter konfrontativ vorgehen, sagte er. "Ich will nicht geliebt werden - weder von Union, Linken, Grünen noch SPD", so Kubicki. "Ich will, dass die FDP wieder respektiert wird - und notfalls auch gefürchtet."

Quelle: ntv.de, mau

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