Politik

Von Rassismus bis Sexismus Facebook sperrt prominente Ultrarechte

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Der glühende Trump-Anhänger Alex Jones glaubt, der Amoklauf an der Sandy Hook High School sei nur inszeniert worden.

(Foto: Reuters)

Sie verbreiten Verschwörungstheorien und hetzen gegen Migranten, Frauen und Juden. Jetzt löscht Facebook die Profile der ultrakonservativen Kommentatoren Alex Jones, Louis Farrakhan und Milo Yiannopoulos.

Facebook hat eine Reihe von ultrakonservativen Kommentatoren aus den USA und Großbritannien von seinen Seiten verbannt. Unter ihnen ist der einflussreiche US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der eine Radio-Talkshow hat und die Website "Infowars" betreibt. Er hatte in der Vergangenheit unter anderem verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen und dass der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden sei. Jones gilt als glühender Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.

Ausgesperrt wurde laut Facebook auch der britische Provokateur Milo Yiannopoulos, der in der Vergangenheit für das Portal "Breitbart News" schrieb und dem Rassismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen werden. Außerdem von dem Bann betroffen ist der umstrittene US-Schwarzenführer Louis Farrakhan, Chef der Organisation Nation des Islam. Ihm wird angelastet, antisemitische Ansichten und die Überlegenheit der schwarzen Rasse zu propagieren.

Facebook habe schon immer Individuen oder Organisationen verbannt, die "Gewalt und Hass" beförderten, erklärte das Unternehmen. Den Betroffenen werden ihre Seiten im Facebook-Netzwerk wie auch bei auch der Konzerntochter Instagram gelöscht. Jones war zwar schon im vergangenen Jahr von Facebook wegen "Verherrlichung von Gewalt" und "entmenschlichender" Sprache gegenüber Muslimen, Migranten und Transgendern ausgesperrt worden - damals aber nur vorläufig und nicht in vollem Umfang.

Facebook und andere Onlinenetzwerke sehen sich seit dem US-Wahlkampf von 2016 und dem Brexit-Votum starkem Druck ausgesetzt, energischer gegen die Verbreitung falscher und manipulativer Inhalten auf ihren Seiten vorzugehen. Die Betreiber der großen Plattformen haben auch diverse entsprechende Schritte ergriffen. Vielen Kritikern gehen die Maßnahmen aber nicht weit genug.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP/dpa

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