Politik

"Aufdecken und zerschlagen" Faeser kündigt Härte gegen Clans an

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Bei Schüssen auf offener Straße wurden am Mittwoch in Duisburg vier Menschen verletzt.

(Foto: dpa)

Eine Schießerei in Duisburg zwischen Hells Angels und Mitgliedern eines Clans schreckt die Öffentlichkeit auf. Bundesinnenministerin kündigt eine "harte Antwort des Rechtsstaats" an. Auch Abschiebungen bringt sie ins Spiel - doch deren Umsetzung dürfte schwierig sein.

Angesichts zunehmender Gewalt von Clans und Rockerbanden hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser ein härteres Durchgreifen angekündigt. "Viel zu lang fehlte es hier an einem entschiedenen Vorgehen", sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". Sie sprach von Gewaltexzessen in aller Öffentlichkeit, die auch unbeteiligte Menschen massiv gefährdeten. "Das verlangt eine harte Antwort des Rechtsstaats. Niemand darf abgeschottete Parallelwelten zulassen. Diese hochgradig kriminellen Clanstrukturen dürfen sich nicht weiter verfestigen. Im Gegenteil: Es gilt, sie aufzudecken und zu zerschlagen."

Auch über Abschiebungen von Clan-Tätern sprach die Innenministerin. "Wir werden aber auch für die Rückführung krimineller Clan-Mitglieder in ihre Heimatländer sorgen", sagte Faeser. Allerdings sind Clan-Mitglieder oftmals in Deutschland geboren und haben von daher oder nach einer Einbürgerung die deutsche Staatsbürgerschaft, so dass sie nicht abgeschoben werden können.

Bei einer Schießerei in Duisburg zwischen der Rockergruppe Hells Angels und einem kriminellen türkisch-arabischen Clan waren am Mittwoch vier Menschen teils schwer verletzt worden. Die Schüsse fielen im Laufe eines Tumults, an dem sich bis zu 100 Menschen beteiligten.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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