Politik

Polizeiversagen bei Amoklauf Falschinformationen machen Texas' Gouverneur "wütend"

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"Wurde in die Irre geführt." Gouverneur Abbott umarmt öffentlichkeitswirksam einen Polizisten aus Uvalde.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Nach dem Schulmassaker mit 21 Todesopfern in Texas lobt der Gouverneur des Bundesstaates zunächst die Polizei, ohne deren Einsatz es angeblich "noch schlimmer" gekommen wäre. Von den inzwischen bekannten katastrophalen Fehlern beim Polizeieinsatz will er nichts gewusst haben.

Nach neuen Erkenntnissen über den Ablauf des Polizeieinsatzes während des verheerenden Schulmassakers gerät der Gouverneur des US-Bundesstaats Texas unter Druck. "Ich wurde in die Irre geführt", sagte Greg Abbott in einer Pressekonferenz in der Kleinstadt Uvalde. Er habe der Öffentlichkeit die Informationen weitergeben, die ihm nach dem Blutbad in der Grundschule geschildert worden seien. "Die Informationen, die mir gegeben wurden, erwiesen sich zum Teil als ungenau, und ich bin absolut wütend darüber."

Kurz zuvor hatte die zuständige Sicherheitsbehörde schwere Fehler bei dem Einsatz eingeräumt. So wurde etwa bekannt, dass bereits zu einem frühen Zeitpunkt 19 Polizisten im Flur vor dem Klassenraum postiert gewesen waren, in dem der Schütze sich mit den Kindern verschanzt hatte. Diese unternahmen den Angaben nach mehr als 45 Minuten lang keine Versuche, in den Raum einzudringen und den Schützen zu stoppen. Der 18-jährige Schütze tötete in dem Klassenzimmer am Dienstag 19 Kinder und zwei Lehrerinnen.

Abbott hatte am Mittwoch mit der Aussage Aufsehen erregt, dass alles hätte noch viel schlimmer kommen können. "Der Grund, warum es nicht schlimmer war, ist, dass die Strafverfolgungsbehörden taten, was sie taten", sagte er etwa und lobte die Polizisten vor Ort.

Bei der Pressekonferenz sprach Abbott das Thema zunächst gar nicht an und redete über finanzielle Hilfen für Opfer. Im Anschluss wurde er von der anwesenden Presse dazu gedrängt, sich zu äußern. Abbott sagte anfangs, dass er erstmal nur Fragen zur finanziellen Unterstützung beantworten wolle und später andere Fragen "ohne Bezug". Es wurden aber dennoch zunächst nur Fragen zu den Fehlern beim Polizeieinsatz gestellt.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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