Politik

Russlands großer Flugzeugträger Feuer bricht auf der Admiral Kusnezow aus

Seit fast 30 Jahren ist der einzige russische Flugzeugträger im Dienst - nun bricht während Reparaturarbeiten ein Feuer an Bord des gewaltigen Schiffs aus. Die jetzt schon immensen Kosten für die Überholung des Kolosses dürften weiter steigen.

Auf Russlands einzigem Flugzeugträger, der Admiral Kusnezow, ist ein Großbrand ausgebrochen. Mindestens ein Arbeiter werde vermisst, sechs Menschen seien verletzt worden, berichteten russische Nachrichtenagenturen. Das Kriegsschiff aus Sowjetzeiten wird seit mehr als zwei Jahren im Hafen von Murmansk überholt.

Zu dem Brand sei es bei Schweißarbeiten gekommen, sagte eine Quelle in der Werft Swesdotschka der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Novosti. Mehr als 400 Menschen hätten sich an Bord befunden, als das Feuer ausbrach, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass einen Sprecher der Swesdotschka-Werft. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, dass sich das Feuer auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern ausgebreitet habe.

Die Admiral Kusnezow gilt als Flaggschiff der russischen Marine. Das 1985 gebaute Schiff befindet sich seit 2017 für Reparaturarbeiten in der Werft in Murmansk und soll 2021 wieder in Betrieb genommen werden. Die Kosten der Generalüberholung belaufen sich auf 880 Millionen Euro.

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Der Brand auf der Admiral Kusnezow brach bei Schweißarbeitern aus.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Der Brand am Donnerstag ist nur einer von mehreren Zwischenfällen auf dem in die Jahre gekommenen Kriegsschiff: 2018 stürzte ein Kran auf das Schiffsdeck, tötete einen Arbeiter und hinterließ große Schäden. Das Unglück ließ Zweifel aufkommen, dass das Schiff zum geplanten Zeitpunkt fertig wird. 2009 starb ein Seemann nach einem Brand an Bord - ausgelöst durch einen Kurzschluss.

Zuletzt wurde die Admiral Kusnezow 2016 und 2017 im Mittelmeer eingesetzt, um Ziele in Syrien zu erreichen. Seit Jahren gibt es in Russland Debatten über den Bau eines zweiten Flugzeugträgers, der jedoch aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben wird.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP