Politik

Stau am Eurotunnel Fischer blockieren Häfen am Ärmelkanal

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Französische Fischerboote blockieren die Einfahrt zum Hafen von Saint-Malo.

(Foto: dpa)

Nur mit einer Lizenz dürfen französische Fischer ihre Netze vor den britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey auswerfen. Als die britische Seite die Erlaubnis jedoch mehrfach verweigert, kommt es zum Protest. Der macht sich nicht nur auf dem Wasser bemerkbar.

Französische Fischer haben im Streit mit Großbritannien um das Erteilen von Lizenzen vorübergehend mehrere Häfen und die Zufahrt zum Ärmelkanaltunnel in Calais blockiert. Betroffen waren die Häfen von Calais, Saint-Malo und Ouistreham. Jeweils für rund eine Stunde blockierten Fischer mit ihren Booten den Verkehr der Fähren. Bei der Blockade der Zufahrt zum Terminal für den Eisenbahn-Kanaltunnel stauten sich am Nachmittag Lastwagen auf den Autobahnspuren.

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Am Eurotunnel halten Fischer Lkws auf.

(Foto: REUTERS)

In der Auseinandersetzung geht es um Fischereilizenzen für französische Fischer vor den Kanalinseln Jersey und Guernsey, die der britischen Krone unterstehen. Die Inseln liegen sehr viel näher an der französischen Küste als an der englischen. Seit dem EU-Austritt Großbritanniens müssen Frankreichs Fischer Lizenzen beantragen. Weil diverse Anträge abgelehnt wurden, wirft Frankreich Großbritannien vor, sich nicht an die Brexit-Abmachungen zu halten. London weist dies zurück.

"Wir blockieren die Exporte, alles, was aus Frankreich kommt und der Europäischen Union Richtung England, um vor allem die britische Bevölkerung zu erreichen, damit sie versteht, was sich hier abspielt", sagte der Regionalvorsitzende des Fischereiverbands, Olivier Leprêtre. "Seit dem 1. Januar haben die Engländer Zugang zum europäischen Markt und wir haben keinen Zugang zum Wasser, so wie das im Vertrag unterschrieben war."

Quelle: ntv.de, hul/dpa

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