Politik

Militärparade in Paris Fliegender Mann verzückt Merkel und Macron

Mit mehr als 4000 Soldaten und 200 Fahrzeugen feiert Emmanuel Macron Frankreichs Nationalfeiertag. Im Beisein der Bundeskanzlerin möchte der französische Präsident damit die europäische Schlagkraft demonstrieren. Die große Attraktion ist aber ein einzelner Mann auf einer fliegenden Plattform.

Frankreich hat mit einer riesigen Militärparade in Paris seinen Nationalfeiertag gefeiert. Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte der französische Präsident Emmanuel Macron die militärische Schlagkraft Europas demonstrieren. Er ließ 4300 Soldaten aufmarschieren. Außerdem waren fast 200 Fahrzeuge, 237 Pferde, 69 Flugzeuge und 39 Hubschrauber zu sehen. Auch die deutsch-französische Brigade beteiligte sich.

"Ich sehe das als eine große Geste in Richtung der europäischen Verteidigungspolitik", sagte Merkel. Sie hatte die Parade auf Champs-Elysées im Pariser Zentrum an der Seite von Macron auf einer Ehrentribüne verfolgt. Andere EU-Staats- und Regierungschefs sowie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg waren ebenfalls anwesend.

An der Flugschau nahmen unter anderen Bundeswehr-Hubschrauber teil. Auch britische Helikopter, ein spanisches Flugzeug und ein deutsches A400M-Transportflugzeug waren dabei. Abordnungen zahlreicher europäischer Streitkräfte marschierten mit, gezeigt wurden auch Drohnen und Roboterautos.

Jetski-Weltmeister fliegt auf dem Flyboard

Besondere Attraktion war in diesem Jahr der französische Jetski-Weltmeister Franky Zapata. Er flog mit einem Flyboard rund eine Minute lang über die Champs-Elysées. Dabei handelt es sich um eine Art fliegende Mini-Plattform, die mit fünf kleinen Düsentriebwerken angetrieben wird.

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Bei einer anständigen Militärparade dürfen Kampfjets natürlich nicht fehlen.

(Foto: imago images / Xinhua)

Das Flyboard weckt schon seit längerem das Interesse des Militärs: Nach Angaben des Herstellers erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von bis zu 150 Metern und kann eine Nutzlast von 100 Kilogramm tragen. Auch das reglose Verharren in der Luft ist möglich. Dabei hat das Gerät Kerosin für maximal zehn Minuten oder eine maximale Reichweite von vier Kilometern an Bord.

Das Flyboard befindet sich aktuell noch in der Entwicklung. Langfristig will die Herstellerfirma eine Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde, eine Flugzeit von 30 Minuten sowie Flughöhen von 3000 Metern erreichen. Auch eine Vermarktung des Fluggeräts für Einsätze etwa im Rettungswesen oder in der Industrie ist vorgesehen.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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