Politik

Bereits der zweite Vorfall Flüchtlingskind stirbt in US-Gewahrsam

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Familienmitglieder nehmen an einer Gedenkfeier für die siebenjährige Jakelin teil.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tausende Migranten aus Mittelamerika hoffen in den USA auf ein besseres Leben. Doch die US-Regierung hat ihren Kurs gegen Flüchtlinge verschärft und die Grenze abgeschottet. Nun ist es innerhalb weniger Wochen zu einem weiteren Todesfall gekommen.

Innerhalb eines Monats ist ein zweites Kind aus Guatemala nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben. Der achtjährige Junge sei in der Nacht zu Dienstag in Alamogordo im US-Bundesstaat New Mexico gestorben, teilte die US-Grenzschutzbehörde mit. Die Todesursache sei noch nicht bekannt. Der Fall werde untersucht, die Behörden in Guatemala seien informiert.

Das Kind sei am Montag in ein Krankenhaus gebracht worden, nachdem Anzeichen einer Erkrankung bemerkt worden waren, hieß es. Zunächst sei man von einer Erkältung ausgegangen und habe das Kind wieder entlassen. Am Montagabend sei der Junge wieder ins Krankenhaus eingeliefert worden, weil sich sein Zustand verschlechtert habe. Kurz nach Mitternacht sei er gestorben.

Erst Anfang Dezember war ein sieben Jahre altes Mädchen nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden an Dehydrierung gestorben. Das Kind hatte auf der Flucht aus Guatemala tagelang kein Wasser getrunken. Acht Stunden nach der Ingewahrsamnahme habe die Siebenjährige Krämpfe und hohes Fieber bekommen. Sie sei bewusstlos in ein Krankenhaus geflogen worden und dort gestorben. Das US-Heimatschutzministerium bezeichnete den Tod des Mädchens als "unglaublich tragisch", die Regierung wies jedoch eine Mitschuld am Tod des Kindes zurück.

In den vergangenen Wochen hatte sich eine große Zahl von Flüchtlingen und anderen Migranten aus Mittel- und Südamerika auf den Weg in die USA gemacht, um dort Zuflucht zu suchen. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Grenze verstärkt gegen Migranten abgeschottet und den Kurs gegenüber Schutzsuchenden drastisch verschärft.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa