Politik

Aktiengewinne nach Floyds Tod Fox News bedauert rassistische Grafik

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Ohne weitere Kontextualisierung stellte Fox News unter anderem den Tod George Floyds in Zusammenhang mit Kursgewinnen an der Börse.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Während sich Menschen weltweit wütend und betroffen über den brutalen Tod George Floyds zeigen, sorgt Fox News mit einer Grafik für Empörung. Sie zeigt, wie Aktienkurse nach mehreren Gewalttaten gegen Afroamerikaner stiegen. Der Sender räumt nun einen Fehler ein.

Der US-Sender Fox News hat sich für die Veröffentlichung einer umstrittenen Grafik mit einer Veranschaulichung von Aktiengewinnen infolge rassistischer Gewalttaten gegen Afroamerikaner in den USA entschuldigt. Die Infografik "hätte nie ohne Kontext im Fernsehen ausgestrahlt werden dürfen", teilte der Sender gestern mit. "Wir entschuldigen uns für die Unsensibilität des Bildes und nehmen das Thema ernst." Die Veröffentlichung hatte landesweit für Empörung gesorgt.

Die Grafik war am Freitag in der Sendung "Sonderbericht mit Bret Baier" ausgestrahlt worden und zeigte, wie die Aktienkurse in den vergangenen Jahrzehnten nach Gewalttaten gegen Afroamerikaner stiegen. Der Sender wählte dafür unter anderem die Ermordung des Bürgerrechtlers Martin Luther King im Jahr 1968, die Tötung des schwarzen Teenagers Michael Brown durch einen Polizeibeamten im Jahr 2014 sowie den jüngsten Tod des unbewaffneten George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz.

"Die Grafik macht deutlich, dass Fox News das Leben von Schwarzen egal ist", schrieb der Kongressabgeordnete von Illinois, Bobby Rush auf Twitter. Er fügte hinzu, die Grafik erkläre jedem Fox-News-Zuschauer, dass Schwarze Leben gegen Profite eingetauscht werden können. "Auf diese Weise trauern sie bei Fox News um den Verlust schwarzer Männer - indem sie zeigen, um wie viel die Aktien steigen. Was zur Hölle?", kommentierte der ehemalige Vorsitzende des republikanischen Nationalkomitees, Michael Steele.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP

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