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Anschlag in Berlin Freund half Amri bei der Planung

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Am 19. Dezember vor drei Jahren ist der Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz zu einem Tatort des Terror geworden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Untersuchungsausschuss versucht bis heute, die Tat am Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 aufzuklären. Immer mehr Hintergründe zu einem Freund des Terroristen Anis Amri kommen ans Licht. Offenbar half Bilal Ben Ammar bei der Planung des Anschlags.

Die deutsche Justiz hatte Bilal Ben Ammar, den Freund des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri, vor seiner Abschiebung nach Tunesien als möglichen Terrorhelfer identifiziert. In einem Schreiben des Generalbundesanwalts vom 13. Januar 2017, über das im Bundestag gesprochen wurde, heißt es, die weitergehenden Ermittlungen zu dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz hätten "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür ergeben", dass Ben Ammar "in die Anschlagspläne Amris eingeweiht und zumindest an den Planungen hierzu Hilfe leistend beteiligt war".

Auch hätten die beiden Tunesier noch fünf Stunden vor der Tat telefoniert. Am gleichen Tag hatte der Generalbundesanwalt allerdings in einem Telefonat der Abschiebung von Ben Ammar zugestimmt. Das geht aus einem Aktenvermerk der Generalstaatsanwaltschaft Berlin hervor. Am Abend vor dem Anschlag aß er mit Ben Ammar in einem Imbiss. Ben Ammar wurde am 1. Februar 2017 - sechs Wochen nach dem Anschlag - abgeschoben. Ihm konnte nach offiziellen Angaben damals keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden.

Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zu dem Anschlag in Berlin soll Behördenfehler vor und nach dem Anschlag aufklären. Die Grünen-Obfrau im Ausschuss, Irene Mihalic, sagte, die nun aufgetauchte Einschätzung zu Ben Ammar stehe im Widerspruch zu allem, was den Ausschussmitgliedern bisher zum Verdacht gegen den Amri-Freund mitgeteilt worden sei. Die offiziell vorgetragene Begründung für seine Abschiebung "fällt immer mehr in sich zusammen". Ben Ammar sitzt in seinem Heimatland zurzeit im Gefängnis. Der Ausschuss will ihn als Zeugen befragen.

Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen entführt, auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gefahren und zwölf Menschen getötet. 55 Besucher des Weihnachtsmarktes sind verletzt worden.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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