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Unterstützung bei 9/11 Gefängnis zahlte Terrorhelfer Tausende Euro

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Motassadeq saß 15 Jahre in Hamburg-Fuhlsbüttel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen seiner Unterstützung der Attentäter vom 11. September in den USA verbüßte Motassadeq bis vergangenen Herbst eine Haftstrafe in Hamburg. Bei seiner Freilassung überwies ihm das Gefängnis trotz Anti-Terror-Sanktionen mehrere tausend Euro. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Das Gefängnis Hamburg-Fuhlsbüttel hat einem Bericht zufolge dem Terrorhelfer Mounir el Motassadeq bei seiner Freilassung trotz Verbots mehrere tausend Euro ausgezahlt. Motassadeq habe die auf seinem Häftlingskonto vorhandenen rund 7000 Euro bekommen, berichtete der "Spiegel". Dabei seien zu diesem Zeitpunkt laut einer EU-Verordnung alle seine Finanzmittel eingefroren und Zahlungen an ihn verboten gewesen.

Eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigte dem Magazin, dass wegen der rechtswidrigen Auszahlung des Häftlingskontos ein Ermittlungsverfahren laufe. Es solle herausgefunden werden, wer die Auszahlung anwies. Auf dem Häftlingskonto können Gefangene Taschengeld und Arbeitslohn sammeln. Am Tag der Freilassung wird ihnen das gesparte Geld ausgezahlt.

Laut dem "Spiegel"-Bericht erstattete die Bundesbank einige Tage nach dem Vorfall Anzeige. Motassadeq wurde nach seiner Freilassung im Oktober 2018 in sein Heimatland Marokko abgeschoben. Als Mitglied der Terrorgruppe al-Qaida steht er weltweit auf fast allen Terrorlisten. Eine Anti-Terror-Sanktion verbietet jegliche Zahlungen an ihn.

Motassadeq war vom Hamburger Oberlandesgericht wegen Unterstützung der Attentäter vom 11. September 2001 in den USA schuldig gesprochen worden. Er wurde zunächst lediglich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Später entschied jedoch der Bundesgerichtshof, dass er auch der Beihilfe zum Mord an 246 bei den Anschlägen getöteten Flugzeuginsassen schuldig sei. Letztlich wurde Motassadeq rechtskräftig zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er ist der einzige Terrorhelfer von 9/11, der verurteilt wurde.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP

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