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Parteiinterne Intrigen? Gegen Magnitz wird wegen Untreue ermittelt

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Magnitz' Immunität als Abgeordneter wurde schon im Dezember aufgehoben.

imago/Hartenfelser

Anfang der Woche erlangt der AfD-Mann Frank Magnitz unfreiwillige Bekanntheit, weil er von Unbekannten attackiert worden ist. Auch parteiintern hat der Bremer Landeschef Ärger: Man wirft ihm Untreue vor.

Gegen den Bremer AfD-Landeschef und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Das bestätigte Magnitz am Freitag der Sendung "buten un binnen" von Radio Bremen. Seine Immunität als Abgeordneter sei bereits kurz vor Weihnachten aufgehoben worden. Magnitz wies die Vorwürfe gegenüber Radio Bremen zurück und sagte, er vermute, dass innerparteiliche Quertreiber hinter den Vorwürfen steckten.

Konkret geht es dem Bericht zufolge um zwei private Überweisungen, die Magnitz in seiner Funktion als AfD-Landesvorsitzender mit Parteigeldern getätigt haben soll. Laut Magnitz seien dies allerdings Ausgaben für die Partei gewesen. Er habe zwei Rechnungen beglichen, die im Zuge der Neuauszählungen der Stimmen zur vergangenen Bürgerschaftswahl gestellt wurden.

Die AfD hatte dem Bericht zufolge die Neuauszählung beantragt und die Kosten für die Beaufsichtigung der Auszählung durch die Stadt Bremerhaven tragen müssen. Die Rechnungen seien an den stellvertretenden Landesvorsitzenden Thomas Jürgewitz gegangen, Magnitz habe sie bezahlt.

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven habe die Rechnungsanschrift nicht ändern wollen, sagte Magnitz laut Radio Bremen. Er habe allerdings die schriftliche Bestätigung des Magistrats, dass mit dem Geld nur Parteiauslagen gezahlt worden sind. "An den Vorwürfen ist nichts dran", so Magnitz gegenüber dem Sender.

Magnitz vermutet Intrigen

Magnitz vermutet dem Bericht zufolge Querelen in den Reihen seiner Partei als Grund für die Strafanzeige. Es gebe "eine Handvoll von Leuten" in der Bremer AfD, die "querschießt", stellt der AfD-Politiker fest. Die Anzeige entspreche "der Handschrift dieser Leute". Das Ziel sei die Aufhebung seiner Immunität gewesen.

Am Montagabend war Magnitz durch eine Attacke von drei Unbekannten auf offener Straße verletzt worden. Die Polizei ermittelt daher wegen gefährlicher Körperverletzung in alle Richtungen. An der Echtheit eines angeblichen Bekennerschreibens, das gestern aufgetaucht war, gibt es Zweifel. Die AfD hatte zunächst behauptet, Magnitz sei mit einem Kantholz angegriffen und dann getreten worden. Diese Version wurde aber durch eine Videoaufzeichnung widerlegt.

Quelle: n-tv.de, ino/AFP

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